Handball-Oberliga Frauen Start-Ziel-Sieg mit mehr Auf als Ab für die HSG Böblingen/Sindelfingen

Treffsicher: Mascha Heiser netzte gleich zehmal für die BöSis ein. Foto: Marco Iker

Auch die vierte Herausforderung in der Oberliga haben die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen souverän gemeistert. Zwei starke Phasen und die Defensive waren der Schlüssel.

Mit einem 32:26-Auswärtserfolg bei der SG Weinstadt geht der Höhenflug der HSG Böblingen/Sindelfingen in der Handball-Oberliga der Frauen weiter. „Dass eine auf vielen Schlüsselpositionen neu zusammengesetzte, junge Mannschaft, in der die älteste Spielerin 28 Jahre alt ist, so durchstartet, hätten wir selbst nicht gedacht“, zeigte sich Trainer Mischa Herok nach dem vierten Triumph in ebensovielen Partien stolz angesichts der Souveränität, mit der das Team auch diese Herausforderung bewältigte.

 

Zwei richtig starke Phasen in der ersten Halbzeit waren mehr als nur die halbe Miete. Aus einem 1:2-Rückstand machten Mascha Heiser (3) und Lena Münch (2) sowie Janina Schandl, Pauline Hille und Sophie Hilf (je 1) mit einem 8:0-Lauf einen 9:2-Vorsprung. Und als die Einheimischen auf 8:11 aus ihrer Sicht verkürzt hatten, erhöhten Heiser (3) sowie Theresa Terbeck, Pia Mayer und Schandl (je 1) mit einem 6:0-Zwischenspurt auf 17:9 für die HSG.

Ann-Kathrin Lange gibt ihr Debüt zwischen den Pfosten

„Wir hatten von Anfang an eine super Abwehr, kamen dadurch in den Gegenstoß und konnten unser Tempospiel aufziehen, wie wir es uns vorgenommen hatten“, lobte der Coach auch Keeperin Anne Kilper als Rückhalt und Ann-Kathrin Lange, die zwischen den Pfosten ihr Debüt gab. „Allerdings haben wir dann in der Defensivarbeit nachgelassen, weil wir dachten, es läuft von selbst.“ Angesichts des vermeintlich komfortablen Polsters kam ein wenig der Schlendrian rein, sodass die Führung bis zur Pause mit 17:12 nicht mehr ganz so deutlich ausfiel.

„Wir mussten schauen, dass wir weiter so stabil bleiben“, redete Herok seinen Mädels in der Kabine ins Gewissen. Denn er wusste, dass der Gegner „ein unheimlich starker Aufsteiger mit vielen Talenten“ ist, der sich allerdings mit Körperlichkeit schwertut. „Deshalb war es wichtig, in dieser Hinsicht dagegenzuhalten.“ Denn ließen die BöSis locker, kassierten sie prompt zu schnelle Gegentreffer.

Weil sie sich aber immer wieder rechtzeitig am Riemen rissen, kam der Kontrahent nur einmal näher ran als auf drei Tore, genauer gesagt war das beim 21:23. Münch und anschließend Lea Matziol per Siebenmeter beruhigten die Nerven der Gäste allerdings bald wieder. Als die Auswärtstruppe schließlich durch Heiser, Matziol und Münch aus ihrem 28:25 innerhalb von anderthalb Minuten ein 31:25 gemacht hatte, war die Entscheidung gefallen.

„Das war ein Start-Ziel-Sieg mit mehr Auf als Ab“, bilanzierte Herok. Er betonte, dass seine Schützlinge die tolle Serie zum Auftakt gut einschätzen können und trotz Tabellenführung nicht abheben: „Wir wissen, dass noch Arbeit vor uns liegt, um dahin zu kommen, wo wir spielerisch sein wollen.“

HSG Böblingen/Sindelfingen: Kilper, Lange; Stauder, Heiser (10/davon 2 Siebenmeter), Terbeck (1), Münch (4), Schandl (5), Matziol (6/1), Mayer (1), P. Hille (2), Hilf (3).

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