Die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen sind im letzten Heimspiel der Oberliga-Saison nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Die Partie gegen die MTG Wangen endete 28:28. „Wir hatten natürlich auf einen Sieg gehofft“, räumte Trainer Mischa Herok ein. Doch vielleicht hatten die nach dem Duell anstehenden Abschiede von Lisa Baumgartl, Saskia Kohler, Denise Knoll und Ariane Kulik alle ein bisschen gehemmt. „Es sind auf jeden Fall einige Tränen geflossen“, kommentierte der Coach.
Demgegenüber stand eine Mannschaft, für die es noch um den Klassenerhalt geht. „Wir haben uns schwergetan. Die erste Hälfte war gar nicht gut“, erkannte Herok. Erst nach fünf Minuten fiel der Treffer zum 0:1 durch Chantal Ferreiro. In der Abwehr waren die BöSis oft zu weit weg und ließen sich hinten reindrängen. „Das können wir viel besser“, stellte der Übungsleiter klar.
Immerhin konnte sich Keeperin Kulik in ihrem letzten Auftritt vor heimischem Publikum ein ums andere Mal auszeichnen. Nach vorne lief dafür nicht viel zusammen. „Da waren wir viel zu hektisch. Die Struktur hat gefehlt. So viele Fehler habe ich selten von uns gesehen“, fasste Herok zusammen. „Die Leichtigkeit hat einfach gefehlt.“
Dennoch bewegten sich die Teams auf Augenhöhe und es ging mit 10:12 in die Pause. „In der zweiten Hälfte wurde es dann deutlich besser“, sagte Herok. Die Grundordnung war wieder zu sehen. Zudem kamen seine Schützlinge öfter ins Laufen und zu schnellen Angriffen. Svenja Hille traf zum 14:14-Ausgleich. Nun ging es hin und her. Lange konnte sich keiner absetzen.
Kurz vor Schluss sahen die Gastgeberinnen dann bereits wie der sichere Sieger aus. Nach dem 24:24 durch Kohler drehten Denise Knoll und Svenja Hille das Geschehen endgültig, und es stand 26:24. Die Hausherrinnen ließen die mögliche Vorentscheidung gleich mehrfach liegen. So kamen die Gäste 30 Sekunden vor dem Abpfiff durch einen Siebenmeter noch zum 28:28.
Allerdings war in diesem Moment noch ordentlich Zeit auf der Uhr. Jedoch verpassten die Einheimischen den Lucky Punch. „Somit ist das Unentschieden gerecht“, nickte Herok. Gefeiert wurde anschließend trotzdem.
HSG Böblingen/Sindelfingen: Kulik, Luburic, S. Hille (6), Knoll (3), Terbeck, Stauder, Kohler (8/davon 3 Siebenmeter), Stoll (2), Baker, P. Hille (4/2), Baumgartl (5).