Zupackend in der Abwehr: Katrin Schröder (re.) und Sandra Kussmaul (Mitte) ließen den Gegnerinnen kaum Luft zum Atmen. Foto: Eibner/Gerald Oelze de Stoppany
Schon wieder gewinnen die Oberliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg mit einer zweistelligen Tordifferenz. Ihr hohes Tempo ist einfach zu viel für den Gegner.
Nach elf Minuten lagen die Kuties allerdings zunächst überraschend deutlich mit 2:5 hinten. Mit ein Grund dafür waren gleich zwei vergebene Strafwürfe von Laureen Kappus und Sofia Brand.
Kuties-Trainer Heiko Fleisch wird auch bei einem Rückstand nicht nervös
Nervös machte das ihren Trainer allerdings nicht. „Bereits in der Anfangsphase hatten wir ja dennoch eine gute Deckung gestellt“, begründete Heiko Fleisch seine Entscheidung, auf eine frühe Auszeit zu verzichten.
Wenig später zeigte sich auch am Ergebnis die Richtigkeit dieser Einschätzung. Durch vier Tore in Folge sorgten seine Schützlinge schnell wieder für Beruhigung in den eigenen Reihen. Auch ohne Stefanie Schoeneberg, die eigentlich unverzichtbar in Abwehr und Angriff ist, konnten sie sich einige Zeit danach mit einem erneuten 4:0-Lauf auf 13:9 zur Pause absetzen.
Bestens gerüstet fürs Derby: Kommende Woche trifft die SG H2Ku Herrenberg auf die HSG Böblingen/Sindelfingen. Foto: Eibner/Gerald Oelze de Stoppany
Sofia Brand sorgt für ein sanftes Ruhekissen der SG H2Ku Herrenberg
Die Sache war damit zwar noch nicht gelaufen, aber angezählt waren die Gastgeberinnen auf jeden Fall. Dies galt erst recht nach dem Seitenwechsel, als die Gäste genau da weitermachten, wo sie zuvor aufgehört hatten. Das 18:11 durch Sofia Brand war bereits mehr als ein sanftes Ruhekissen.
Vor allem das hohe Tempo durch die nun extrem vielen Gegenstöße über die erste und zweite Welle zermürbte die Einheimischen nun zusehends. Da auch deren Toptorjägerin Marie Brachert kaum Mittel gegen die Deckung des Spitzenreiters fand und letztlich nur auf vier Feldtore kam, war der 29:18-Erfolg der Auswärtstruppe am Ende auch in der Höhe verdient.
SG H2Ku Herrenberg ist gerüstet für das anstehende Derby
„Das war heute ein überragendes Gesamtpaket“, freute sich Fleisch über die Mannschaftsleistung. Vor allem scheinen seine Spielerinnen nun gerüstet für das Derby gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen am kommenden Samstag und das nächste Spitzenduell eine Woche später gegen den TSV Denkendorf.