Handball-Oberliga Herrenberger Handballer klammern sich an den Strohhalm
Durch den ersten Auswärtserfolg der Oberliga-Männer lebt die Hoffnung auf den Klassenverbleib. Den Grundstein für den Sieg beim TV Ehingen legte die H2Ku-Abwehr.
Durch den ersten Auswärtserfolg der Oberliga-Männer lebt die Hoffnung auf den Klassenverbleib. Den Grundstein für den Sieg beim TV Ehingen legte die H2Ku-Abwehr.
Mit einem 27:24 (12:10) beim TV Ehingen haben die Oberligamänner der SG H2Ku Herrenberg die Hoffnung auf den Klassenverbleib am Leben gehalten. Der Grundstein zum zweiten Sieg in Folge hat diesmal die Abwehr gelegt.
Wenn ein Team während einer Partie kein einziges Mal in Rückstand gerät, kann man im Nachgang mit Fug und Recht von einem verdienten Sieg sprechen. Und so gab es auch keinen Zweifel an der Berechtigung des Herrenberger Erfolgs in der Fremde – dem ersten in dieser Saison. Das 3:0 nach sechs Minuten, das später noch bis zum 5:1 ausgebaut wurde, war dabei schon eine gute Basis. Ein Ruhekissen war es aber keineswegs, hatten doch die H2Ku-Männer in der jüngeren Vergangenheit bereits gute Startphasen leichtfertig aus der Hand gegeben. Doch diesmal ging der Matchplan komplett auf.
„Wir wollten die Rückraumshooter nicht zum Wurf kommen lassen, der Außen sollte sich den Abschluss nehmen“, hatte die Vorgabe von Trainer Tim Gauß gelautet. Das klappte über die komplette Spielzeit hervorragend, zudem hatten die Herrenberger einen überragenden Torhüter zwischen den Pfosten. „Der Spieler des Spiels war heute eindeutig Nico Sauer“, lobte Gauß seinen Keeper. Das 12:10 zur Pause war unter diesen Gegebenheiten aber fast schon zu knapp.
Den zweiten Durchgang begannen die Ehinger dann mit einer weit offensiveren Abwehr. Doch auch diese 5:1-Variante brachte die Gäste nicht aus dem Konzept. Das lag vor allem an der weiterhin konsequenten Abwehr mit dem nicht nachlassenden Nico Sauer im Tor und einem überzeugenden Innenblock mit Nik Wittke und Finn Böhm. Dennoch wurde es beim 22:23 sieben Minuten vor dem Ende noch einmal eng. Vielleicht auch mit dem Selbstvertrauen des letzten Heimspiels wurde aber auch diese Situation mit dem entscheidenden Tor des stark aufspielenden Oliver Sudar zum 27:24 entschärft.
Am Samstag kommt es nun in der Markweghalle zum Duell mit dem letzten verbliebenen Konkurrenten, den die SG H2Ku im Kampf um den Klassenverbleib noch abfangen kann. Dann gastiert die HSG Konstanz II in Herrenberg.
SG H2Ku: Sauer, Herz (beide im Tor); Kohler, Kalbly (4), Werner, Broß, Böhm (1), Sudar (7), Bechinka, Frommer (1), Jacobs, Krebs (4), Wittke (5/1), Lewe (3), Dannenberg (2)