Mit einer 24:28-Schlappe kehrten die Oberliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg vom TuS Altenheim zurück. Wie bei einigen Niederlagen zuvor schon war auch in Südbaden beim zuvor lediglich einen Zähler besser platzierten Konkurrenten im Keller weitaus mehr möglich gewesen.
„Eigentlich hätten wir zur Pause schon mit zwei, drei Toren Vorsprung führen müssen.“ Der Konjunktiv in den Worten von Jörg Ebermann besagt allein schon, dass es nicht dazu kam. Der Trainer fasst damit einen ersten Abschnitt zusammen, in dem seine Schützlinge zwar die bessere Mannschaft waren, ihre Chancen aber nicht nutzen konnten. Dass sie beim 11:11-Pausenstand zumindest noch mit einem Remis in die Kabinen gehen konnten, hatte zwei Gründe.
SG H2Ku Herrenberg könnte zur Pause höher beim TuS Altenheim führen
Einerseits hatten sie mit Nik Wittke einen sicheren Vollstrecker in ihren Reihen. Meist vom Siebenmeterpunkt hielt er sein Team mit einer bis dahin fehlerfreien Quote im Spiel. Andererseits zeigte der Abwehrverbund eine überzeugende Leistung. Darin eingebunden war ein vor allem in der Hälfte eins starker Auftritt von Keeper David Herz.
Auch wenn Ebermann mit dem Zwischenresultat nicht ganz einverstanden war, so war er es durchaus mit der gezeigten Leistung. Seine Laune dürfte sich anfangs des zweiten Durchgangs sogar noch weiter verbessert haben, denn Moritz Werner und Oliver Sudar sorgten mit ihren Treffern für eine 18:15-Führung. „Ich war sehr zuversichtlich, dass wir die Sache diesmal nach Hause bringen können“, sprühte der Übungsleiter an dieser Stelle noch vor Optimismus.
Dieser sollte sich aber relativ schnell wieder legen, denn die folgenden zehn Minuten gingen mit einem 8:2-Lauf an die Einheimischen. Auch wenn bei deren 23:20-Vorsprung eigentlich noch keine Entscheidung gefallen war – schließlich lief die Partie noch eine ganze Weile –, sollte den Gästen keine Wende mehr gelingen.
Was offensiv noch kam, kommentierte Ebermann mit den Worten: „Wir haben im Abschluss am Ende viel zu ängstlich agiert.“ Als sich Wittke dann ausgerechnet beim 26:23 seinen einzigen vergebenen Strafwurf leistete, war der Widerstand bei ihm und seinen Teamkollegen gebrochen.
Inzwischen mit dem Rücken zur Wand
Im letzten Heimduell des Jahres am Samstag gegen den TV Ehingen ist für den neuen Tabellenvorletzten nach drei Niederlagen in Serie ein doppelter Punktgewinn fast schon Pflicht.
SG H2Ku Herrenberg: Herz, Rhotert; Kälbly, Werner (2), Förch, Böhm (1), Sudar (2), Stiegen (1), Bechinka (3), Fischer (3), Frommer, Jacobs, Krebs (1), Wittke (10/davon 8 Siebenmeter), Lewe (1).