Wenn am Samstag um 19.30 Uhr die Oberliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg beim TuS Schutterwald gastieren, geht es in der Mörburghalle für beide Mannschaften um sehr viel.
Derzeit stehen die Herrenberger auf dem drittletzten Tabellenplatz. Vorletzter sind eben jene Schutterwalder, die bereits vergangene Woche ihr erstes Spiel des Jahres absolvierten und eine deutliche 29:39-Heimniederlage gegen den HTV Meißenheim kassierten. Damit verpassten sie es, im Abstiegskampf vorzulegen, was sich jetzt als psychologischer Nachteil erweisen könnte. Denn mit einem Sieg könnten die Gäste aus dem Gäu sich etwas von ihrem direkten Rivalen absetzen.
SG H2Ku Herrenberg kämpft in der Handball-Oberliga ums Überleben
Die SG geht allerdings mit mehreren Altlasten in die Partie. Abgesehen vom prekären Tabellenstand gab es nach den Weihnachtsfeiertagen durch die überraschende Ankündigung von Trainer Jörg Ebermann, den Verein nach Saisonende zu verlassen, einige Unruhe. Inzwischen richtet sich der Fokus allerdings wieder ganz auf den Kampf um den Klassenerhalt.
Für Kapitän Finn Böhm ist das ohnehin schon immer das Vordringlichste gewesen. „Die Unruhe gab es eigentlich nur außen. Wir haben gar keine Zeit, darüber groß nachzudenken. Wir wollen unsere Spiele gewinnen“, stellt er klar. In diese Kerbe haut auch Jörg Ebermann. Seine unmissverständliche Botschaft lautet: „Wir müssen das Spiel in Schutterwald gewinnen.“
Diese forsche Ankündigung kann der Coach zumindest schon einmal mit einem fast vollen Kader in Angriff nehmen. Zwei Ausfälle muss H2Ku dennoch verkraften. Spielmacher Janek Förch fällt mit einem Leistenbruch auf unbestimmte Zeit aus. Und auch Lennart Lohrer wird nach Adduktorenproblemen nicht mit nach Schutterwald reisen. Das Rückraumtalent war nach der Hinrunde gemeinsam mit Yanick Broß fest aus der Verbandsligamannschaft in das Oberligateam hochgezogen worden.