Alles oder Nichts. Unter diesem Motto steht das Heimspiel der Oberliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg am Samstag (20 Uhr) gegen die HSG Konstanz II. Denn sollten die Gastgeber gewinnen, stehen sie zwei Spieltage vor dem Ende nur noch einen Zähler hinter den Gästen.
Die Tabellenarithmetik sagt allerdings auch etwas anderes aus: Verlieren die Einheimischen, wäre der Gang in die Verbandsliga nicht mehr abzuwenden. Denn es ist eben nur noch die Drittligareserve vom Bodensee übrig geblieben, die der Gäuklub noch überholen könnte.
HSG Konstanz II scheint nichts dem Zufall zu überlassen
Allerdings sieht es so aus, als ob die Verantwortlichen in Konstanz in Sachen Klassenerhalt nichts dem Zufall überlassen. Beim jüngsten 34:28 gegen Altensteig wurden mit Christoph Erifopoulos, Konstantin Pauli und Lukas Dietrich drei Stammkräfte aus der ersten Mannschaft eingesetzt. Für Tim Gauß ist das allerdings nicht überraschend. „Darauf können wir uns einstellen. Und auch mit diesem Trio hat bei denen längst nicht alles geklappt“, so der Herrenberger Trainer.
Ohnehin kann er die Personalpolitik des Rivalen nicht ändern. „Das machen andere Vereine auch so“, nimmt er es gelassen. Sein erster Blick gilt natürlich seiner eigenen Truppe. Und da hat er bei seinen Mannen frischen Wind nach den beiden Siegen zuletzt gespürt: „Jetzt wollen wir auch diese letzte Chance noch einmal beim Schopfe packen.“
SG H2Ku Herrenberg könnte eventuell wieder auf Leon Fischer bauen
An eine Niederlage verschwendet Gauß derweil noch keinen Gedanken. „Wenn wir gegen die HSG II genauso frei und couragiert auftreten wie zuletzt, ist auch ein Sieg drin. Egal, wer bei denen spielt“, verschickt er eine erste Kampfansage, zumal er auf den zuletzt siegreichen Kader bauen kann. Zudem könnte auch Leon Fischer eventuell zurückkehren.