Handball-Oberliga Männer SG H2Ku Herrenberg verabschiedet sich mit Sieg vom eigenen Publikum

Kenneth Stiegen drückte dem Spiel seinen Stempel auf: Am Ende kam der weit über zwei Meter große Halblinke auf insgesamt sieben Treffer. Foto: Eibner/Gerald Oelze-de Stoppany

Am vorletzten Spieltag der Oberliga bestritten die Handballer der SG H2Ku Herrenberg ihre finale Heimpartie der Saison. Gegen das Schlusslicht gab es einen standesgemäßen Sieg – für die Trainer allerdings mit einem bestimmten Kritikpunkt.

Mit einem 34:30 gegen den TV Oeffingen haben sich Oberliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg standesgemäß von ihren eigenen Zuschauern verabschiedet. Allerdings brauchte es für den Sieg gegen das Schlusslicht eine längere Anlaufzeit, um den Erfolg in trockene Tücher zu bringen.

 

Einmal mehr erbrachten die weit abgeschlagenen Gäste, die personell mit nur neun Feldspielern fast schon auf dem Zahnfleisch daherkamen, nämlich den Beweis, dass sie weit besser sind, als es die Tabellensituation vermuten lässt. Bei den Gastgebern herrschte zwar deutlich mehr Gedränge auf der Bank, einige Akteure hatten aber noch immer mit den Nachwirkungen ihrer grippalen Infekte zu kämpfen. Torhüter David Herz fiel komplett aus, dafür rückte Nicolas Rhotert aus der zweiten Mannschaft ins Team.

Nach dem frühen 0:2 begannen dann auch die Hausherren, an der Partie teilzunehmen. Vornehmlich Kenneth Stiegen drückte dem Spiel den Stempel auf. Der über zwei Meter große Halblinke brachte seine Mannschaft mit drei Treffern in den ersten zehn Minuten in die Partie, am Ende sollte er siebenmal erfolgreich gewesen sein. Eng blieb das Geschehen trotzdem, weil auch der Gegner immer wieder Lücken in der Abwehr fand. So war trotz ständiger Führung beim 15:13 zur Pause noch alles offen.

Auch der Beginn der zweiten Halbzeit ließ erst einmal keinen klaren Heimsieg vermuten. Erst nach einer Weile zog der Gäu-Klub noch einmal an. Es reichten praktisch zehn Zeigerumdrehungen vollster Konzentration, um aus dem knappen Vorsprung ein deutliches 29:23 zu machen. Das war gleichzeitig die Vorentscheidung gegen einen Kontrahenten, der sich allerdings nach Kräften gegen die eigentlich bedeutungslose Niederlage stemmte. Mehr als Ergebniskosmetik war aber für ihn bis zum 34:30 nicht drin.

„Ich hätte mir gewünscht, dass wir die Konzentration auch noch in der Schlussphase hochgehalten hätten“, war Co-Trainer Christian Dürner von den Einheimischen etwas unzufrieden. Er selbst und Chefcoach Jörg Ebermann hatten allerdings auch Verständnis, dass nach dieser aufreibenden Saison die Spannung innerhalb der Truppe etwas nachgelassen hat.

Nach all den Abstiegssorgen der vergangenen Wochen hat das Team in dieser laut Ebermann ziemlich verrückten Klasse sogar noch ein ausgeglichenes Punktekonto erreicht. Durch einen weiteren Erfolg am letzten Spieltag beim SV Leonberg/Eltingen würde es in der Tabelle vielleicht auch noch ein Stück nach oben gehen.

SG H2Ku Herrenberg: Sauer, Rhotert; Zürn (5), Wanner (2), Werner (2), Förch (1/davon 1 Siebenmeter), Böhm (2), Sudar (6), Stiegen (7), Bechinka (3), Fischer (3), Jacobs, Krebs (1), Wittke (2).

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