In einer umkämpften Partie gewann der SV Leonberg/Eltingen am letzten Spieltag der Handball-Oberliga mit 27:22 gegen die SG H2Ku Herrenberg. Mit dem Doppelpunktgewinn kletterte er noch auf Rang sechs in der Tabelle, während der unterlegene Kontrahent auf Platz neun verblieb.
Christian Auer konnte sich genüsslich zurücklehnen. Nach dem Studium der anderen Resultate stand fest: „Wir sind das beste Team der Rückrunde.“ Der scheidende Coach der Gastgeber sah sich damit in seiner halbjährlichen Arbeit nach seiner Rückkehr im November bestätigt und wird seinem Nachfolger Zoran Stavreski ein schweres Erbe hinterlassen. Der Abschied des Trainers und anderer Spieler stand aber erst einmal nicht auf der Tagesordnung.
Das Kreis-Böblingen-Duell bot noch einmal alles, was ein gutes Spiel ausmacht. Zuallererst natürlich den äußeren Rahmen. Über 400 Zuschauer ließen es sich nicht entgehen, auch eine größere Abordnung aus dem Gäu sorgte für eine prächtige Stimmung. Diese sollte sich bei den Einheimischen nach einem frühen 3:0 noch einmal steigern. Aber auch die Gäste kamen nun besser rein. Beim 6:6 war alles wieder offen. Da aber die Hausherren in ihren Angriffen ein höheres Tempo fuhren, war eine erneute Drei-Tore-Führung die Folge. „Wir haben mehr leichte Tore als der Gegner gemacht“, erkannte Auer angesichts des 15:12-Pausenstands.
Auch der Start in Durchgang zwei war für H2Ku wenig verheißungsvoll. Auch wenn drei Unterzahlsituationen aufgrund temporärer Hinausstellungen relativ schadlos überstanden wurden, wuchs der Vorsprung des SV stetig. Der Wucht über die rechte Angriffsseite hatte die Auswärtsmannschaft bis zum 23:18 nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Nach drei Herrenberger Treffern in Serie wurde es aber kurzzeitig noch einmal spannend.
Jedoch platzten in dieses Momentum eine Zeitstrafe und eine Rote Karte gegen Finn Böhm. Das nutzte Leonberg/Eltingen clever aus und stellte mit dem 25:21 eine Vorentscheidung her. „Uns hat das Timing vor allem im Angriff gefehlt. Zudem war der Spannungsabfall nach einer schweren Saison irgendwo verständlich“, wollte sich SG-Übungsleiter Jörg Ebermann aber gar nicht allzu lange mit der Niederlage beschäftigen.
SV Leonberg/Eltingen: Cinnirella, Kellner; Hönninger (1), Zimmermann, Wiederhöft (7/davon 1 Siebenmeter), Kutzner, Wanner, Hönig (6), Fischer (1), Rühle (1), Eusterholz (1), Schückle (3), Oral (3/1), Salathe (4).
SG H2Ku Herrenberg: Herz, Sauer; Kälbly (4), Werner (2), Wanner, Förch (1), Bröhl (2), Böhm, Sudar (2), Stiegen (3), Bechinka (1), Fischer (2), Krebs, Wittke (5/davon 3 Siebenmeter).