Handball-Oberliga Männer „Team nicht mehr erreicht“ – SG H2Ku Herrenberg trennt sich sofort von Trainer

Der Gesichtsausdruck von Jörg Ebermann (li.) bei der jüngsten Niederlage lässt tief blicken: Der Coach verlässt die SG H2Ku nun mit sofortiger Wirkung, Co-Trainer Christian Dürner (re.) bleibt im Amt. Foto: Peter Gebhardt

Das ging schneller als gedacht. Nach den jüngsten Ereignissen gehen Trainer Jörg Ebermann und die Oberliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg mit sofortiger Wirkung getrennte Wege.

Die Zusammenarbeit zwischen der SG H2Ku Herrenberg und dem Coach ihrer Oberliga-Handballer ist nun doch früher beendet als ohnehin geplant. Anfang Januar hatte Jörg Ebermann seine Zusage für kommende Saison bereits zurückgezogen, und nach der jüngsten Niederlage beim direkten Abstiegskonkurrenten TuS Schutterwald war eine neue Dynamik in die Trainerfrage gekommen.

 

Ebermann suchte im Anschluss den Kontakt zur sportlichen Leitung. „Jörg hat uns eine sofortige Vertragsauflösung angeboten“, erklärt Marcel Kohler als Sprecher des siebenköpfigen Kompetenzteams. „Er hat uns seine Sicht der Dinge dargelegt. Ich habe seine Aussage, dass er die Mannschaft nicht mehr erreicht und nicht mehr weiterhelfen kann, mit in unser Gremium genommen.“

SG H2Ku Herrenberg nimmt Trennungsangebot des Trainers an

In einer gemeinsamen Aussprache aller Mitglieder des Kompetenzteams wurde der einstimmige Entschluss gefasst, der sofortigen Vertragsauflösung zuzustimmen. „Einerseits war es ein schwerer Entschluss, weil wir Jörg und seine Arbeit sehr geschätzt haben“, erläutert Kohler. „Auf der anderen Seite gab es natürlich keine Alternative. Die Mannschaft muss gerade in den kommenden Spielen gegen Weilstetten und in Altensteig im Kopf frei sein.“

Jörg Ebermann hatte das Team in der vorigen Saison übernommen und hatte die schwere Aufgabe, zehn neue Spieler zu integrieren. Durch den überraschen Abgang von Spielmacher Luk Bartsch und die Pause von Philipp Wanner, sowie den längerfristigen Verletzungen der Leistungsträger Florian Dannenberg und Kenneth Stiegen zeigte sich schon in der Hinrunde eine Abwärtstendenz.

Der längerfristige Ausfall von Leistungsträger Florian Dannenberg war einer von vielen Gründen, weshalb es bei den Herrenbergern in der Hinrunde so schlecht lief. Foto: Eibner/Nicolas Wörn

Als Interimstrainer wurde inzwischen Tim Gauß mit der Aufgabe betraut, die Mannschaft wieder in höhere Gefilde – sprich: weg von den Abstiegsrängen – zu führen. „Wir alle kennen Tim und wissen um seine Qualitäten“, gibt Kohler seinem Coach viel Vertrauen mit auf den Weg. Tim Gauß besitzt die B-Lizenz und war bisher erfolgreich als Nachwuchsübungsleiter bei der SG H2Ku unterwegs.

Als Co-Trainer wird weiterhin wie bisher Christian Dürner fungieren. Seine Position ist vom Aus von Jörg Ebermann nicht betroffen. Ungeachtet der momentanen Situation gehen im Verein die Gespräche über einen Trainer zur neuen Saison weiter.

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