Handball-Oberliga Männer „Viel zu mutlos“ – SG H2Ku Herrenberg präsentiert sich komplett indisponiert

Offensiv lief bei Leon Fischer (am Ball) und der SG H2Ku kaum etwas zusammen: Die Niederlage war verdient. Foto: Peter Gebhardt

Die Oberliga-Handballer von der SG H2Ku Herrenberg haben bei ihrer jüngsten Niederlage nicht zum ersten Mal in dieser Saison enttäuscht. Die Abstiegsgefahr wächst weiter rapide an.

Für die Oberliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg brachte gleich das erste Spiel im neuen Jahr einen herben Dämpfer. Im Kellerduell Vorletzter gegen Drittletzter unterlagen sie auswärts mit 26:29 und haben damit den Tabellenplatz mit Gegner TuS Schutterwald getauscht.

 

Eigentlich sollte mit dieser Begegnung der Beginn einer erfolgreichen Rückrunde eingeläutet werden. Doch daraus wurde nichts. Weil vor allem im Angriff nicht viel zusammenlief, war die Niederlage verdient. Was Coach Jörg Ebermann dabei besonders enttäuschte, fasste er so zusammen: „Wir hatten eine gute Trainingswoche. Alles hat gepasst. Und dann folgt solch ein Auftritt.“

SG H2Ku Herrenberg trainiert gut, spielt beim TuS Schutterwald aber mies

In den Augen des Trainers stand die Leistung in der Trainingshalle in krassem Gegensatz zur Darbietung auf dem Parkett in Schutterwald. „Wir haben viel zu mutlos agiert“, meinte er spürbar frustriert.

Angedeutet hatte sich das schon in der Startphase, als die Gastgeber im Gegensatz zu den Gästen viel druckvoller auftraten. Die Folge war ein 2:8-Rückstand nach einer Viertelstunde. Erst danach fand sich der Gäu-Klub besser zurecht. Allerdings hatte Ebermann bis dahin auch schon seinen kompletten Kader durchprobiert. Bis auf den zehnfachen Torschützen Nik Wittke erreichte aber kaum ein Akteur einhundert Prozent.

Wenn das ein paar mehr Leute geschafft hätten, wäre ein Sieg drin gewesen, denn auch der TuS bot wahrlich keine Leistung, die den wenigen Zuschauern in der Mörburghalle Begeisterungsstürme entlockte. Zur Pause lagen die Herrenberger mit 11:14 hinten, und alles war noch drin.

Als ob sie aber noch einmal verdeutlichen wollten, dass sie an diesem Abend indisponiert waren, starteten sie denkbar schlecht in Durchgang zwei. Nur fünf Minuten waren abgelaufen, als Ebermann die zweite Time-Out-Karte auf den Zeitnehmertisch knallte. Wie schon in der ersten Halbzeit verschliefen seine Schützlinge den Start völlig und der Abstand vergrößerte sich auf 12:18.

Einen positiven Aspekt gab es aber dennoch. Mit Florian Dannenberg kehrte nun der langzeitverletzte Rechtsaußen auf das Feld zurück und verkürzte mit gleich zwei Treffern in Folge auf 17:21.

Nik Wittke (am Ball) war der einzige Herrenberger, der Normalform vorweisen konnte. Foto: Peter Gebhardt

Von nun an hatte die SG immer wieder die Möglichkeit, noch einmal an den Kontrahenten heranzukommen. Doch jedes Mal, wenn ihr die Hausherren diese Gelegenheit bot, konnte sie dies nicht nutzen. Mit dem 29:26 für Schutterwald stand unter dem Strich übrigens das gleiche Ergebnis wie im Hinspiel beim H2Ku-Erfolg im Protokoll. Vielleicht könnte dieser Fakt am Saisonende noch einmal wichtig werden.

SG H2Ku Herrenberg: Herz, Sauer; Kälbly, Werner (1), Bross, Böhm (3), Sudar (2), Stiegen (2), Bechinka (3), Fischer (2), Frommer, Jacobs, Krebs, Wittke (10/davon 3 Siebenmeter), Lewe (1), Dannenberg (2).

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