Handball-Oberliga Männer „Völlig verunsichern lassen“ – Lage der SG H2Ku Herrenberg immer bedrohlicher

Nik Wittke traf gleich 13-mal für die Herrenberger: Nach der Pause lief bei der SG H2Ku allgemein jedoch nicht mehr viel zusammen. Foto: Peter Gebhardt

Die Oberliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg taumeln nach ihrer Niederlage bei Schlusslicht TSV Altensteig immer weiter in den Schlamassel. Die zweite Halbzeit war eine Katastrophe.

Eine gute Halbzeit reicht eben nicht. Das war die bittere Erkenntnis für die Oberliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg nach der 28:32-Schlappe beim Tabellenletzten TSV Altensteig.

 

Die knapp 500 Zuschauer, darunter viele Fans aus dem Gäu, sahen im ersten Durchgang eine Partie, die ganz im Zeichen der Gäste stand. „In den ersten 20 Minuten haben wir unser Gesicht vom jüngsten 33:33 gegen Weilstetten gezeigt“, lautete das zunächst zufriedene Fazit von Tim Gauß.

SG H2Ku Herrenberg schlägt aus ihren Chancen zu wenig Kapital

Der Trainer konnte eigentlich nur bemängeln, dass seine Mannschaft aus den vorhandenen Möglichkeiten zu wenig Kapital schlug. 9:5 stand es nach einer Viertelstunde. Die Angriffsbemühungen der Gastgeber wurden oft schon im Keim erstickt, zudem entschärfte David Herz im Herrenberger Gehäuse reihenweise Würfe.

Ausbauen konnte H2Ku den Vorsprung jedoch nicht. Zum Ende der ersten Hälfte rettete das Team gerade einmal noch ein für den Gegner schmeichelhaftes 14:13 in die Kabine. „Das war nach dieser Leistung viel zu wenig“, befand nicht nur Gauß.

Er blieb dennoch optimistisch, schließlich hatten die Altensteiger in vielen Partien gerade nach dem Seitenwechsel extrem abgebaut. Fast schien es so, als ob sich das erneut wiederholen sollte. Nachdem der starke Nik Wittke das 20:17 für die SG erzielt hatte, schien die Welt wieder in Ordnung.

Jedoch sollte nun die stärkste Phase der Einheimischen beginnen. Und die hatte vor allem mit ihrem permanenten Sieben-gegen-sechs zu tun. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase zelebrierte der TSV dieses taktische Mittel fast in Perfektion. Immer wieder gelangen Durchbrüche durch Paul Wagner, oder über die Rechtsaußenposition traf Andreas Dannenberg, der das Bruderduell gegen Florian auf Herrenberger Seite eindeutig für sich entschied.

Vorne wie hinten fand die SG H2Ku Herrenberg immer weniger Mittel. Foto: Picture Alliance/dpa

Immer weniger Mittel in der Offensive

Durch die Gegentreffer in der Abwehr fand auch der H2Ku-Angriff immer weniger Mittel zum Erfolg. Dass am Ende gleich drei vergebene Würfe auf das durch die Überzahl verwaiste Gehäuse der Altensteiger in die Statistik eingingen, war eines der Puzzlestücke für die Niederlage.

„Wir haben uns in der zweiten Halbzeit völlig verunsichern lassen“, erkannte Gauß. Für ihn war es nach seinem geglückten Einstand in der Vorwoche die erste Niederlage im zweiten Auftritt.

Nach dem spielfreien Fasnetwochenende ist nun ein Heimsieg gegen die HSG Ettlingen fast schon Pflicht, denn mit der Niederlage verloren die Gäste auch gleich das direkte Duell gegen den TSV Altensteig.

SG H2Ku Herrenberg: Herz, Sauer; Kälbly (3), Werner (1), Lohrer (1), Broß, Böhm, Sudar (1), Stiegen, Fischer, Frommer, Jacobs, Krebs (3), Wittke (13/davon 5 Siebenmeter), Lewe (5), Dannenberg (1).

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