Handball Oberliga Personalnot: Der SV Leonberg/Eltingen bricht nach der Pause ein
Oberliga-Handballer des SV Leonberg/Eltingen müssen sich beim MTV Meißenheim 29:42 geschlagen geben. Trainer Markus Stotz verlässt den Club nach Saisonende.
Oberliga-Handballer des SV Leonberg/Eltingen müssen sich beim MTV Meißenheim 29:42 geschlagen geben. Trainer Markus Stotz verlässt den Club nach Saisonende.
Ohne Chance waren die Handballer des SV Leonberg/Eltingen im drittletzten Saisonspiel der Oberliga beim MTV Meißenheim: Der Tabellenzweite überrollte die personell geschwächten Gäste in der zweiten Hälfte und setzte sich am Ende mit 42:29 (20:16) durch. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles gegeben. Aber wir waren aus personellen Gründen schlichtweg nicht konkurrenzfähig“, erklärte Trainer Markus Stotz, der auf Kapitän Christoph Hönig, Luis Hönninger und David Klatte verzichten musste.
Zu was die Mannschaft in Bestbesetzung in der Lage gewesen wäre, zeigte sich zu Beginn der Partie. Yannik Oral und Felix Wiederhöft, mit zehn und fünf Treffern am Ende die beiden besten Torschützen beim SV Leonberg/Eltingen, brachten ihr Team mit 2:0 in Führung. Das 3:2 sollte aber die letzte Führung für die Gäste in den 60 Minuten bleiben. Der Tabellenzweite glich zum 3:3 aus und lag dann in Überzahl erstmals vorne (4:3/5.). Bis zum 7:7 (11.) blieb der SV dran, dann setzte sich Meißenheim erstmals auf drei Tore ab (10:7/15.). Zur Pause betrug der Vorsprung bereits vier Treffer (20:16).
In der zweiten Halbzeit kippte die Partie früh in die Richtung der Gastgeber. Nach 39 Minuten betrug die Führung acht Tore (26:18), nach 47 Minuten war der Rückstand des SV Leonberg/Eltingen zweistellig (23:33). Grund dafür waren vermehrt auftretende technische Fehler, die die MTV-Akteure konsequent mit Tempogegenstoß-Treffern bestraften. „Ich musste in der zweiten Halbzeit Spieler auf für sie fremden Positionen einsetzen, da ist mein Plan nicht aufgegangen“, nahm Coach Stotz die Verantwortung für die Niederlage auf seine Kappe. Vor allem auf den zentralen Positionen seien die Alternativen ausgegangen.
Lange aufhalten wollte sich der Trainer mit der Niederlage aber nicht. „Uns tun die zwei Punkte nicht weh, da der Klassenverbleib schon feststeht. Und Meißenheim kämpft im Fernduell mit Schmiden um jeden Punkt für die Meisterschaft. Das hat man gemerkt“, sagte Stotz, der den Fokus auf die letzten beiden Begegnungen in Ettlingen und gegen Altenheim legen will. Dann soll der Kader auch wieder komplett sein.
Die beiden Spiele werden die letzten für Markus Stotz beim SV sein. Der Verein hatte sich nach Auskunft von Abteilungsleiter Stefan Schuster in der vergangenen Woche in intensiven Gesprächen darum bemüht, dem Handball-Pädagogen weitere Perspektiven im Verein aufzuzeigen. Da die Trainerposition längst mit Ladislav Goga besetzt worden war, Markus Stotz jedoch weiterhin als Trainer im Herrenbereich tätig sein wollte, entschied sich dieser letztendlich, das Angebot eines anderen Vereins anzunehmen. „Meine Zeit in Leonberg wird stets eine Herzenssache für mich bleiben, Spieler und Verantwortliche sind mir richtig ans Herz gewachsen“, stellte Stotz klar. SV Leonberg/Eltingen: Schneider, Denk – Oral (10/3), Wiederhöft (5/3), Schreiner (3), Laib (3), Bolkart (3), Wanner (2), Salathe (2), Kutzner (1), Rentschler, Fatnassi, Kost.