Handball – Oberliga Steffen Klett und 16 Spieler bleiben
Der Coach verlängert beim Handball-Oberligisten TSV Wolfschlugen. Dirmeier wechselt in die 3. Liga.
Der Coach verlängert beim Handball-Oberligisten TSV Wolfschlugen. Dirmeier wechselt in die 3. Liga.
Es ist bei den Handballern des TSV Wolfschlugen die Zeit der Entscheidungen – und die Zeit der Kontinuität. Wenige Tage nach Simon Hablizel, der Trainer der Drittliga-Frauen des Vereins, hat auch Steffen Klett seinen Vertrag als Coach der Oberliga-Männer über das Saisonende hinaus verlängert. Wobei das mit der Entscheidung so eine Sache ist. Eigentlich, berichten der Trainer und der sportliche Leiter Jannik Lorenz, sei man sich schon seit dem vergangenen November einig. Jetzt aber steht bereits fast der gesamte Kader. Denn zu Klett haben gleich 16 Spieler verlängert.
„So etwas habe ich auch noch nicht erlebt“, sagt Klett, „es ist ein schönes Zeichen.“ Natürlich habe es seine Entscheidung „ein paar Prozente“ erleichtert, in die dann schon fünfte Saison in Wolfschlugen zu gehen, dass die Mannschaft in der Tabelle zurzeit ganz oben steht. „Aber das ist es längst nicht alleine. Ich bin einfach gerne da, wir sind alle gerne zusammen“, erklärt der Coach. Lorenz bestätigt das. „Wir haben einen guten Draht zueinander. Ins 5. Jahr zu gehen, ist keine Selbstverständlichkeit, dazu muss man sich dann schon Gedanken machen. Die Vertragsverhandlungen selbst gingen dann ganz schnell“, sagt der Funktionär, „er ist ein super Trainer, sehr akribisch – ich weiß gar nicht, wo er die Zeit hernimmt bei drei Kindern. Er macht jeden Spieler besser. Wir können stolz sein, dass er bei uns ist.“
Lediglich Kreisläufer Fabian Dirmeier, dem alle im Verein Glück beim Sprung zum Drittligisten HBW Balingen-Weilstetten II wünschen, und Jan-Phillip Terbeck, der aus beruflichen Gründen kürzertritt, werden die Wolfschlugener verlassen. Auf der Kreisläuferposition besteht deshalb noch Handlungsbedarf. Ansonsten hält Klett den Kader für stark genug, auch in der Regionalliga zu bestehen – auch wenn er den Gedanken daran angesichts der Enge an der Tabellenspitze noch weit weg schiebt. Auch Lorenz sagt: „Wir sind da noch schwäbisch-konservativ. Wir sind ein bisschen über unseren Erwartungen, es gibt keinen Druck.“ Der Vertrag aber wurde freilich ligaunabhängig ausgehandelt.