Handball Oberliga SV Leonberg/Eltingen: Dritte Pleite in Folge für die Wildcats
Die Oberliga-Handballerinnen des SV Leonberg/Eltingen machen zu viele Fehler und unterliegen beim SV Hohenacker-Neustadt mit 25:27 (12:16).
Die Oberliga-Handballerinnen des SV Leonberg/Eltingen machen zu viele Fehler und unterliegen beim SV Hohenacker-Neustadt mit 25:27 (12:16).
Die Handballerinnen des SV Leonberg/Eltingen kommen nicht aus ihrem Negativlauf: Die Wildcats unterlagen beim SV Hohenacker/Neustadt 25:27 und kassierten ihre dritte Niederlage in Folge. „Wir rufen nicht das ab, was uns in den Highlight-Spielen gegen Birkenau und Ottenheim gelungen ist“, bedauerte Trainer Frank Gehrmann, der dies im Zusammenhang mit den größer werdenden Personalnöten sieht. Im Spiel fehle die Qualität, weil auch im Training angesichts von derzeit sechs Verletzten die Qualität nicht mehr so hoch sei.
Die Wildcats kamen gut in die Begegnung und lagen nach einem Treffer der genesenen Spielmacherin Alina Ridder nach fünf Minuten mit 5:4 vorne. Doch in den folgenden zwölf Minuten gelangen den Gästen nur zwei Treffer, während der SV Hohenacker-Neustadt mit acht Toren zu einer 12:7-Führung kam. „In dieser Phase haben wir unglaublich viele freie Würfe liegen lassen – von außen, vom Kreis und auch aus dem Rückraum“, monierte Trainer Gehrmann.
Gleichzeitig habe das Team in der Abwehr nicht immer Zugriff auf die Angreiferinnen gehabt. „Wir sind oft einen Schritt zu spät nach vorne getreten, haben viele 1:1-Duelle verloren oder die Absicherung hinter der Kreisläuferin vergessen“, nannte der Wildcats-Coach einige der Unzulänglichkeiten. Kämpferisch sei der Auftritt in Ordnung gewesen. Und auch der taktische Kniff, es dem Gegner mit seiner 3:2:1-Deckung schwer zu machen, sei durch vier Rückraumspielerinnen aufgegangen. „Sie haben ihre Abwehrvariante aufgelöst und dann im offensiven 6:0 agiert“, erklärte Gehrmann. Allerdings habe man die sich bietenden Wurfchancen nicht ausreichend genutzt.
Nach dem 12:16-Pausenrückstand kämpften sich die Wildcats zwar wieder heran. Lia Thines stellte mit ihrem dritten verwandelten Siebenmeter (54.) den Anschluss her. Simone Schmaderer mit ihrem achten Treffer und Julia Wolf verkürzten einen 26:23-Rückstand 90 Sekunden vor Schluss auf 25:26. Doch „ein zweifelhafter Siebenmeter“ (Gehrmann) von Denise Kindsvater zum 27:25 besiegelte die Niederlage.
Jene Denise Kindsvater war Matchwinner für die Gastgeberinnen, sie erzielte auf Halblinks sieben Treffer und verwandelte fünf von sechs Strafwürfen. „Wir haben sie etwas offensiver gedeckt, dadurch aber Nina Bechtloff auf Linksaußen zu viel Platz gelassen“, stellte Gehrmann fest. Diese war mit sieben Treffern zweitbeste Torschützin beim SV Hohenacker-Neustadt. Es waren in Summe ein paar Fehler zu viel bei den Wildcats. SV Leonberg/Eltingen: Gronwald; Schmaderer (8), Lia Thines (6/3), Wolf (5), Ridder (3), Bergthold (1), Lily-Rose Thines (1), Ulrich (1), Baric, Berkemer, Conzelmann, Karwounopoulos.