Handball Oberliga SV Leonberg/Eltingen feiert nach 133 Tagen wieder einen Heimsieg
Die Handballer des SV Leonberg/Eltingen haben mit einem dramatischen 35:33 (15:18) über die HSG Konstanz 2 den ersten Heimsieg seit dem 20. September gefeiert.
Die Handballer des SV Leonberg/Eltingen haben mit einem dramatischen 35:33 (15:18) über die HSG Konstanz 2 den ersten Heimsieg seit dem 20. September gefeiert.
Roman Salathe machte mit dem 35:33 neun Sekunden vor Schluss den Deckel drauf. Geht doch! Freude und Erleichterung mischten sich am Samstag im Leonberger Sportzentrum bei den Handballern des SV Leonberg/Eltingen und deren Anhang. Der Oberligist beendete eine Durststrecke – der hart erkämpfte Erfolg über die HSG Konstanz 2 war der erst zweite Heimsieg der Spielzeit nach dem 33:28 über die HSG Ettlingen am ersten Spieltag am 20. September.
„Im Grunde ist es egal, ob wir daheim oder auswärts gewinnen“, betonte Kapitän Christoph Hönig, „Hauptsache, wir gewinnen. Das mit dem sogenannten Heimfluch hat das Team nicht beschäftigt. Das es jetzt aber wieder geklappt hat, freut uns natürlich auch.“ Markus Stotz war extrem zufrieden mit dem, was er zuvor gesehen hatte. „Das war ein verdienter Sieg“, sagte der Trainer, „dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung, in der jeder seine Stärken eingebracht hat.“
Die lediglich rund 150 Fans – sonst befinden sich bei Heimspielen meist mehr als 200 Zuschauer auf der Tribüne – erlebten einen ausgesprochen starken Start der Gastgeber. Der SV führte schnell und hätte den Abstand zu den Konstanzern deutlich höher schrauben können, doch das Team um Hönig ließ einige gute Chancen ungenutzt. Und so wurde aus einem 14:13 (26.) innerhalb von vier Minuten bis zur Pause ein 15:18-Rückstand. Vor allem Tim Enninghorst (9 Tore) im HSG-Rückraum, der sonst im Drittliga-Kader der Konstanzer aufläuft, narrte die Leonberger Verteidigung immer wieder aufs Neue.
Nach der Pause schien die Partie gar endgültig zu kippen, die Gäste führten 24:20 (40.). Markus Stotz forderte bei der Abwehr ein offensiveres Zupacken, auch um Enninghorsts Kreise zu stören – der Schlüssel zur Wende. Yannick Oral stellte für den SV mit vier Treffern in Folge den Ausgleich her, die folgende Auszeit der Konstanzer brachte nicht wie erhofft die Spieldominanz zurück.
„Wir hatten in den Defensive den Gegner besser im Griff“, berichtete Stotz, „und haben mit schnellem Umschaltspiel Tore gemacht.“ Yannick Oral war stark wie gewohnt, Niklas Bolkart übernahm Verantwortung und glänzte mit acht Treffern, die Torhüter Max Schneider und Joshua Denk bildeten eine formidablen Rückhalt. „Max und Joshua haben uns“, formulierte es Kapitän Hönig drastisch, „am Ende den Arsch gerettet.“
Die Begegnung blieb eng bis in die letzten zehn Minuten, in der Crunch-Time, was man auf Deutsch als „entscheidende Phase“ übersetzen könnte, waren die Gastgeber auf dem Weg zum Heimsieg aber nicht mehr aufzuhalten. „Wir standen besser im Saft“, fand Markus Stotz, „und konnten noch eine Schippe drauflegen.“ Christoph Hönig formulierte es weniger sportspezifisch und meinte, das „Momentum war auf unserer Seite.“ Der vergebene Siebenmeter von Felix Wiederhöft (59.) und das 33:34 von Tim Enninghorst (60.) brachten die Spannung zum Siedepunkt. Doch die Gastgeber verloren bei offener Manndeckung der Konstanzer in den letzten 40 Sekunden nicht die Nerven – Roman Salathe stellte den Heimsieg sicher. SV Leonberg/Eltingen: Denk, Schneider; Oral (10), Bolkart (8), Wiederhöft (7/2), Salathe (5), Hönig (2), Wanner (1), Kutzner (1), Laib (1), Klatte, Kost, Rentschler, Schreiner.