Handball – Oberliga Tabellenstände können täuschen

Foto: dpa

Sowohl die SG Heli als auch der TSV Wolfschlugen verlieren ihre Partie knapp.

Von der Tabellensituation war die Favoritenrolle verteilt: Die SG Heli als Zweiter beim Viertletzten TSV Amicitia Viernheim und der TSV Wolfschlugen als Vierter beim Letzten TSV Bönnigheim. Doch wie so oft kam es anders als erwartet: Beide Handballteams verloren ihre Partie mit jeweils zwei Toren.

 

TSV Amicitia Viernheim – SG Heli 34:32

„Wir haben als Aufsteiger auswärts ein Oberligaspiel verloren. In der Liga geht es sehr eng zu“, erklärte SG-Coach Veit Wager und wollte die Niederlage damit nicht zu hoch hängen. „Es kam ein bisschen was zusammen. Wir hatten in Abwehr und Tor nicht das Niveau der vergangenen Spiele, dann kannst du so ein Spiel auch verlieren“, sagte Wager, „aber wir hatten unsere Möglichkeiten.“ Zudem fehlten erneut einige Akteure. Nach starkem Beginn und einer 14:8-Führung nach gut 20 Minuten kam ein Bruch ins Spiel der SG Heli und das Team kassierte innerhalb von nur fünf Minuten den Ausgleich. Auch eine weitere gute Phase nach Wiederbeginn, als Heli erneut auf fünf Tore davonzog (19:24, 41.), brachte keine Ruhe ins SG-Spiel. Die Viernheimer egalisierten auch diesen Rückstand schnell zum 24:24 (46.). Vier Minuten vor dem Ende lagen sie dann ihrerseits mit fünf Treffern in Führung (33:28, 57.). Diesen Rückstand vermochten die SG-Handballer nicht mehr aufzuholen – und rutschen durch die Niederlage auf Rang drei ab.

SG Hegensberg/Liebersbronn: Blum, Hummel; Schatz (1), Fischer, Heetel (4), Habermeier, Prauß, Gertz, Wester-Ebbinghaus (4), Stammhammer (6), Hahnloser (10/5), Fausten (3), Herda (4), Silberhorn.

Bönnigheim – Wolfschlugen24:22

Von einer „unnötigen Niederlage nach einer schwachen Vorstellung“ sprach Wolfschlugens Abteilungsleiter Wolfgang Stoll nach der Partie seines TSV beim Schlusslicht TSV Bönnigheim. Die Wolfschlugener starteten schlecht in die Partie und lagen schnell mit 1:4 zurück (12.). Doch dank dreier Treffer von Moritz Bittner und einem 5:0-Lauf zum 6:4 drehten sie das Spiel (16.). In der folgenden Phase verpassten es die Wolfschlugener, den Vorsprung auszubauen. „Wir waren nicht konsequent genug im Abschluss und haben klarste Chancen vergeben“, beschrieb Stoll die restlichen Minuten bis zur Pausenstand von 9:8 für die Hexenbanner. Nach dem Wechsel gelang es keinem Team mehr, sich entscheidend abzusetzen und es blieb ein ausgeglichenes Spiel. Gegen Ende der Partie schlichen sich auf Wolfschlugener Seite vermehrt Fehler ein. „In der Crunch-Time fehlten uns dann die letzten Körner“, stellte Stoll in Bezug auf einige kurzfristigen Ausfälle und angeschlagenen Spieler fest. „Trotzdem wäre mit etwas mehr Disziplin und einer besseren Chancenverwertung ein Sieg möglich gewesen“, befand Stoll.

TSV Wolfschlugen: Wilhelm, Petruzzi; Schäfer, Schmid, Mendler (2), Bittner (4), Kohl (6/3), Wittmann (4), Weinmann, Mäußnest (2), Thumm, Francik (1), Jacobs, Blum (3).

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Oberliga