Als Philip Schückle den 21:21-Ausgleichstreffer für die Handballer des SV Leonberg/Eltingen erzielt hat, war der Ausgang der Begegnung mit dem gastgebenden TSV Schmiden noch völlig offen. Fünf Minuten später war dieses Spiel in der Oberliga Württemberg zu Ende, und das Ergebnis von 25:21 sprach dann am Samstagabend vor den rund 150 Zuschauern doch recht eindeutig für die Schmidener Handballer. „Wir haben dieses Spiel in der Abwehr gewonnen mit einem überragenden Tormann Magnus Riegel“, sagte Benjamin Koch, der Trainer des TSV Schmiden. Tatsächlich war der Abwehrverbund entscheidend, ließ in den letzten zehn Spielminuten nur zwei Treffer zu, nach dem Ausgleichstreffer zum 21:21 gar keinen mehr. Diese Leistung in der Verteidigung war dieses Mal auch zwingend notwendig, denn im Angriff haperte es spürbar. Einzig Paul Feirabend traf recht zuverlässig – am Samstag per Sprungwurf häufiger als bei seiner Paradedisziplin Siebenmeter, bei der er, bei fünf Versuchen, zweimal scheiterte.
Nur die Spannung blieb erhalten
In der ersten Spielhälfte war die Spannung alles, was diese Begegnung zu bieten hatte. Fehler hüben wie drüben prägten die Vorstellung auf überschaubarem Niveau. Nach der Pause wurde es nicht merklich besser, bloß die Spannung blieb erhalten – bis fünf Minuten vor Schluss, bis die Handballer des TSV Schmiden sich dann doch absetzen konnten vom Tabellenvorletzten SV Leonberg/Eltingen. „Ich freue mich riesig über den Sieg gegen unseren Angstgegner, Schönheitspreis hin oder her“, sagte Benjamin Koch. In der vergangenen Saison hatte seine Mannschaft beide Begegnungen gegen diesen Konkurrenten verloren.
Nur selten funktionierte die ganze Mannschaft
Beim Verbund des TSV Schmiden, der nun vier Spiele nacheinander gewonnen hat, zeigten immer wieder andere Akteure ihr Können. Da waren zunächst mit jeweils zwei Treffern der Kreisläufer Tobias Pichler und Marvin Züfle, die gemeinsam auch den stabilen Innenblock bildeten. Da kamen dann später auch der Rückraumspieler Matthias Fischer und der Außenspieler Eric Bühler zu ihren Toren. Und immer wieder streute Paul Feirabend seine Treffer ein. Aber nur ganz selten funktionierte die gesamte Mannschaft im Angriff. Die Gastgeber nutzten vermehrt Einzelaktionen, speziell kurz nach der Pause und einem 11:14-Rückstand. „Wir haben den Schritt zu einer deutlichen Führung nie hingekriegt, das war schade“, sagte Benjamin Koch. Bis eben kurz vor Schluss, als der Vorsprung doch anwuchs. Die Begegnung mit dem Team des SV Leonberg/Eltingen endete dann, wie sie begonnen hatte: mit einem Tor von Tobias Pichler.
Die Abwehr des TSV – ein Lichtblick
Bei den Gästen aus Leonberg war jüngst Christian Auer als Trainer zurückgekehrt. Der Tabellenvorletzte spielte oftmals gar nicht wie ein Tabellenvorletzter, er war zu Beginn der zweiten Spielhälfte ja auch mal deutlich in Führung gelegen. Doch dessen wichtigsten Akteure wie zum Beispiel Felix Wiederhöft, einer der besten Werfer der Oberliga Württemberg, oder auch Yannik Oral und der Ex-Fellbacher Roman Salathe kamen am Ende jeweils nur auf drei Tore. Und das hat unbedingt etwas mit der guten Abwehrarbeit der Gastgeber zu tun – dem einen Lichtblick am Samstagabend.
Noch drei Spiele für den TSV in diesem Kalenderjahr
Für die Handballer des TSV Schmiden stehen in diesem Kalenderjahr noch drei Spiele auf dem Programm: am nächsten Samstag, 20 Uhr, bei der SG Weinstadt und anschließend in der heimischen Sporthalle gegen die Teams der SG Lauterstein (14. Dezember) und des TV Weilstetten (21. Dezember). „Wenn wir wieder nicht schön spielen, aber diese drei Spiele gewinnen, dann bin ich zufrieden“, sagte Benjamin Koch, der dabei nicht nur auf seinen stabilen Abwehrverbund baut, sondern sich dann auch wieder mehr Impulse im Angriff erhofft. TSV Schmiden: Riegel, Scheiner – Feirabend (8/3), Bühler (3), Fischer (3), Pichler (3), Hellmann (2), König (2), Züfle (2), Lino Klein (1), Manuel Koch (1), Boss, Ehlers, Geßwein.