Handball – Oberliga Veit Wager schmeißt bei der SG Heli hin
Nach der 27:28-Niederlage gegen die SG Lauterstein tritt der Trainer zurück. SKV Unterensingen ist vorzeitig Meister.
Nach der 27:28-Niederlage gegen die SG Lauterstein tritt der Trainer zurück. SKV Unterensingen ist vorzeitig Meister.
Die beiden Nachrichten des Spieltags in der Handball-Oberliga: Der SKV Unterensingen feiert durch 33:24-Sieg gegen SG Schozach/Bottwartal vorzeitig die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga. Und bei der SG Hegensberg/Liebersbronn erklärte Trainer Veit Wager nach der 27:28-Niederlage gegen die SG Lauterstein seinen sofortigen Rücktritt und erwischte damit die Vereinsführung kalt. „Das war für uns eine Überraschung, wir hatten keine Vorahnung und können es uns nicht richtig erklären“, sagte Abteilungsleiterin Anna Lederle, die für die kommende Saison mit Wager geplant hatte. Bis zum Ende der laufenden Runde soll es eine interne Lösung geben. Wager war zunächst nicht zu erreichen.
SG Heli – SG Lauterstein 27:28
Trotz der kämpferischen Leistung in der zweiten Hälfte reichte dies nicht für den erhofften Sieg – es fehlte an spielerischer Idee in der ersten Hälfte. „Wäre das Spiel fünf Minuten länger gegangen, hätten wir es drehen können“, sagte Lederle. Trotz der sportlichen Enttäuschung wog der Schock über die unerwartete Amtsniederlegung von SG-Trainer Veit Wager noch schwerer. „Wir müssen seine Entscheidung akzeptieren“, erklärte Lederle.
SG Hegensberg/Liebersbronn: Blum, Hughes; Lampart (1), Schatz (3), Fischer (1), Heetel (6/1), Habermeier, Hummel, Prauß, Wester-Ebbinghaus (4), Stammhammer (5), Hahnloser (2), Hettich (1), Fausten, Herda (4), Schieche.
Leutershausen II – Wolfschlugen 33:30
TSV-Trainer Steffen Klett hob vor allem die individuelle Klasse der Leutershausener hervor, denn nach vier aufeinanderfolgenden TSV-Siegen folgte nun die erste Niederlage. Es sei der der „klar stärkste Gegner in de Rückrunde“ gewesen. Die Rückraumspieler Jan Knaus, Bastian Seitz und Tobias Büttel erzielte fast alle Tore für Saase 3. Zu keinem Zeitpunkt gelang den Wolfschlugenern der Zugriff in der Abwehr und bereits zur Pause lagen sie mit 9:16 zurück. Zwar kämpften sie sich mehrfach heran, verkürzten den Rückstand jedoch nicht entscheidend. Näher als zwei Tore kam der TSV nicht heran – vom 21:23 über das 23:25 bis zum 29:31.
TSV Wolfschlugen: Wilhelm, Thurow, Petruzzi; Wittmann, Kohl (7/6), Prawatschke, Schmid, Bittner (3), Schäfer (1), Blum (6), Mäußnest (3), Thumm (1), Mendler (6), Wieder, Jacobs (2), Francik (1).
Böblingen/Sindelf. – Denkendorf34:31
Die Denkendorferinnen starteten schwach in die Partie und liefen bereits früh einem 16:10-Rückstand hinterher. Doch in Hälfte zwei ließ der TSV nicht locker und kämpfte sich Tor um Tor heran und drehte zwischenzeitlich zum 31:30. Kurz danach gelang der HSG wieder der Ausgleich und in den letzten Minuten fehlte dem TSV die letzte Konsequenz, während sich die Gastgeberinnen entscheidend absetzten. Trotz der Niederlage verteidigen die Denkendorferinnen den 3. Tabellenplatz – aber es war ein Rückschlag im Kampf um den Relegationsplatz.
TSV Denkendorf: Schoen; Drücker (3), Pussinen, Riehs (6/1), Krug (4/1), Luisa Rehkugler (5), Maier, Müller (1), Bartsch (2), Schön (1), Becker (1), Bürger, Baskaya (5), Dannenberg, Marie Rehkugler (3).
SG Dornstetten – TSV Köngen 38:27
„Das war ein zähes Spiel“, sagte Co-Trainer Martin Schorr. Trotz gutem Start und ausgeglichenem Spiel bis zum 12:12 (19.) gelang den Köngenerinnen kein Zugriff in der Abwehr. Immer wieder wurden Lücken gerissen und die SG erzielte Tor um Tor und zog davon. Bereits in der 40. Minute zeigte die Anzeigetafel einen Zwischenstand von 26:16. Mit verschiedenen offensiven Deckungsaktionen versuchte der TSV immer wieder, neue Akzente zu setzen – doch ohne Erfolg. Die Dornstetterinnen ließen sich nicht beirren und fanden immer wieder die Lösung mit Torerfolg. „Dornstetten ist ein schlagbarer Gegner“, resümierte Schorr, „aber nicht für uns in diesem Spiel“. Auch die harzfreie Halle erhöhte die Fehlerquote enorm, welche zu vielen Fehlwürfen des TSV führte.
TSV Köngen: Hermann, Thoma; Rehm (4), Dobler (6), Luxenhofer (1/1), Klingler (3), Reichert (6), Christensen (2), Mitranic, Rapp, Lieb (2), Petsch, Allmendinger (3).