Für die meisten Handballerinnen und Handballer ist die Saison 2024/2025 inzwischen zu Ende gegangen. Nur wenige Teams – die Bundesligisten freilich ausgenommen – müssen noch länger ran. Wie das Vorzeige-Ensemble des HC Schmiden/Oeffingen. Als Tabellenzweite der abgelaufenen Regionalliga-Saison haben sich der Trainer Sven Bühler und seine Entourage für die Aufstiegsrunde zur dritten Liga qualifiziert. Und in dieser steht nun am Sonntag, 15 Uhr, beim bayerischen Regionalliga-Meister TSV Ismaning das erste von insgesamt sechs Partien an. Weitere Konkurrenten, die um die zwei Plätze buhlen, die für den Sprung nach oben berechtigen, sind der TuS Schutterwald (Meister Regionalliga Baden-Württemberg) und die Sportfreunde Budenheim (Meister Regionalliga Südwest).
Auch die Zugänge trainieren schon mit
Drei Wochen hat Sven Bühler seinen Spielerinnen nach dem letzten Ligaspiel am 5. April trainingsfrei gegeben. Am 28. April sind die Kapitänin Maike Kienzlen und ihre Mitstreiterinnen dann wieder ins Training eingestiegen. „Seither trainieren wir wieder dreimal in der Woche“, sagt der HC-Coach. Die kurze Auszeit vom Handball, hat er festgestellt, habe allen gut getan – auch ihm, der Co-Trainerin Anja Itterheim sowie dem Torwart-Trainer Thomas Rost. Die Stimmung im Training sei gut, alle freuen sich, wieder spielen zu dürfen. Auch die Zugänge, die die Verantwortlichen für die kommenden Runde verpflichtet haben, sind bereits im Training dabei. Ob sie allerdings bereits in der Aufstiegsrunde zum Zug kommen, ist wohl eher unwahrscheinlich.
Dass die Spielfreude zurück ist, freut den Trainer besonders. Denn diese sei am Ende der offiziellen Runde etwas verloren gegangen. „Das hat man auch im Training gespürt“, sagt Bühler.
Der TSV Ismaning hat keinen Punkt in der Runde verloren
Mit dem TSV Ismaning, den Isar Devils, wartet auf die HC-Spielerinnen ein Gegner, der die abgelaufene Regionalliga-Saison ohne einen einzigen Punktverlust mit 44:0 Zählern abgeschlossen hat. Dabei gelangen den Spielerinnen, die seit der Spielzeit 2022/2023 von Sebastian Scovenna trainiert werden, 34 Tore im Schnitt. Sechsmal knackte der Meister dabei die 40-Tore-Marke. Die meisten Treffer gelangen ihm im letzten Saisonspiel gegen das Schlusslicht HCD Gröbenzell II: nämlich 47! „Die Ismaningerinnen spielen unglaublich schnell, vor allem die erste und zweite Welle ist richtig gut. Da müssen wir dagegenhalten“, sagt Bühler. Aber auch die Defensive des TSV ist stark. 19 Gegentore im Schnitt sprechen eine deutliche Sprache.
Linda Leukert und Leonie Weckerlein fehlen
Verzichten muss Bühler am Sonntag – der HC fährt mit einem Reisebus nach Bayern – weiterhin auf die Leistungsträgerin Linda Leukert. Nachdem sie sich Anfang März im Spitzenspiel daheim gegen den TuS Schutterwald einen Riss am Schienbeinkopf des linken Beins zugezogen hatte, befindet sie sich mittlerweile im Aufbautraining. „Wenn alles, wirklich alles, gut läuft, kann sie vielleicht im Juni wieder ins Hallentraining einsteigen“, sagt Bühler. In der Isarena werden zudem Leonie Weckerlein und die Co-Trainerin Anja Itterheim fehlen, die beide privat verhindert sind.
Die weiteren Spiele des HC Schmiden/Oeffingen in der Aufstiegsrunde: Samstag, 17. Mai, 18 Uhr: HC – SF Budenheim (in Oeffingen); Samstag, 24. Mai, 18.30 Uhr: TuS Schutterwald – HC; Donnerstag, 29. Mai, 15 Uhr: HC -TSV Ismaning (in Schmiden); Samstag, 14. Juni, 17.30 Uhr: SF Budenheim – HC; Samstag, 21. Juni, 18 Uhr: HC – TuS Schutterwald (in Schmiden).