Handball-Regionalliga: HC Schmiden/Oeffingen Leichtes Spiel für den Spitzenreiter

Im Hinspiel und im Rückspiel vom Abwehrverbund des TSV Heiningen nicht aufzuhalten: HC-Torjägerin Larissa Bürkle. In Summe beider Spiele netzte sie 16-Mal ein. Foto: /Günter Schmid

Die Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen gewinnen am Samstag auch ohne ihren Trainer Sven Bühler die Auswärtspartie beim TSV Heiningen. Gegen die völlig überforderten Gastgeberinnen steht am Ende ein völlig verdienter 34:18-Erfolg (19:6).

Gerd Römer, der Trainer der Regionalliga-Handballerinnen des TSV Heiningen, sah sich am Samstagabend nach nicht einmal neun Spielminuten bereits genötigt, eine erste Auszeit zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt lag sein Team in der heimischen Voralbhalle gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter HC Schmiden/Oeffingen bereits mit 0:7 in Rückstand. Ein Debakel bahnte sich an. Ideenlos im Angriff und löchrig in der Defensive – so präsentierten sich die Gastgeberinnen in der Anfangsphase. Am Ende stand ein 34:18-Erfolg der Gäste.

 

Schmid und Kienzlen fallen kurzfristig aus

Kurz nach Römers Ansprache erzielte Monique Hick dann zwar das 1:7 (zehnte Spielminute), allerdings war zu diesem Zeitpunkt längst klar, dass dem abstiegsbedrohten TSV Heiningen nicht noch einmal eine Überraschung wie kurz vor Weihnachten gelingen sollte. Da hatte dieser den Tabellendritten SU Union Neckarsulm II überraschend mit 20:19 besiegt. Zu souverän trat am Samstag der HC Schmiden/Oeffingen auf – hinten wie vorn. Und das, obschon nicht nur der Trainer Sven Bühler fehlte (Urlaub), sondern außer Michaela Kirr auch die Torfrau Chantal Schmid sowie die Kapitänin Maike Kienzlen. Beide hatten sich kurzfristig krank gemeldet. Zudem wurde Sara Kuhrt, die erst aus dem Urlaub zurückgekommen war und nicht trainiert hatte, vom am Samstag verantwortlichen Trainerteam Anja Itterheim und Thomas Rost nur nach der Pause für rund elf Minuten aufs Feld geschickt.

Michelle Hoffrichter erwischt Sahnetag

Dass die Gäste bereits zur Pause fast uneinholbar mit 19:6 führten, lag nicht nur an zwölf technischen Fehlern der Gastgeberinnen, die den HC immer wieder in Ballbesitz brachten, es war auch ein großer Verdienst von Michelle Hoffrichter. Die Torfrau kam allein in den ersten 30 Minuten auf zwölf Paraden und hielt dabei auch einen Siebenmeter. Nach der Pause kamen weitere neun gehaltene Bälle hinzu. Da machte es dann auch nichts aus, dass ihre Vorderleute im zweiten Spielabschnitt selbst zehnmal den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbrachten. Die Fehlerquote der TSV-Spielerinnen war weiterhin hoch (neun Ballverluste) und die Abwehr dem schnellen und druckvollen Spiel der Gäste absolut nicht gewachsen.

Nach der Pause kurzes Motivationsloch

Einzig in den ersten 14 Minuten nach Wiederanpfiff gestalteten die Heiningerinnen das Spiel ausgeglichen und ließen den HC zunächst nicht weiter davonziehen – 13:24. „Wir waren da in einem kleinen Motivationsloch“, sagte Anja Itterheim. Es sei der deutlichen Führung geschuldet gewesen. „Wir haben uns da aber selbst wieder rausgezogen, indem wir das Tempo angezogen und wieder konzentrierter gespielt haben“, sagte sie. In der Folge nutzte das Duo Itterheim/Rost den Vorsprung, um die Abwehr auf eine offensive 3:2:1-Variante umzustellen, die allerdings oft auch einem 3:3 glich. Auch Nicola David im Rückraum und Kreisläuferin Lea Matziol bekamen deutlich mehr Spielanteile, als das in den vergangenen Begegnungen der Fall gewesen war. Am Ende kamen die Gastgeberinnen zwar im zweiten Spielabschnitt auf doppelt so viele Tore wie vor der Pause, der souveräne 34:18-Erfolg des HC war aber zu keiner Zeit in Frage gestellt. „Der TSV Heiningen hat es uns heute sehr leicht gemacht“, sagte Itterheim.

Am Sonntag geht es gegen die drittplatzierte SU Neckarsulm II

Die nächste Partie für den HC-Verbund steht am Sonntag, 15 Uhr, im Terminkalender. Zu Gast in der Oeffinger Sporthalle ist dann die Bundesliga-Reserve der Sport-Union Neckarsulm – jene Mannschaft, die kurz vor Weihnachten in Heiningen mit 19:20 das Nachsehen hatte.

    HC Schmiden/Oeffingen: Hoffrichter – Bürkle (7/1), Baur (5), Leukert (5), Hojczyk (3), Lutz (3), Gaiser (3), David (3), Weckerlein (2), Ehrhardt (2), Kuhrt (1), Matziol.

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