Handball: SV Fellbach Nicht zu 100 Prozent bei der Sache
Die Verbandsliga-Handballer des SV Fellbach verbuchen gegen die Gäste von HB Ludwigsburg die zweite Heimniederlage in dieser Saison – 33:40 (13:18).
Die Verbandsliga-Handballer des SV Fellbach verbuchen gegen die Gäste von HB Ludwigsburg die zweite Heimniederlage in dieser Saison – 33:40 (13:18).
30-24-28-35-29-28-33 – so viele Gegentore haben die Verbandsliga-Handballer des SV Fellbach in den ersten sieben Heimspielen dieser Saison hinnehmen müssen. Und dabei nur einmal, bei der knappen 32:33-Niederlage im Stadtderby gegen den TV Oeffingen, verloren. Am Samstag hat das Team um den Trainer Frank Schmid vor rund 150 Zuschauern in der heimischen Zeppelinhalle 40 Gegentreffer von den Gästen von HB Ludwigsburg eingeschenkt bekommen – und verloren. Es war die zweite Heimniederlage in Folge, weil die Gastgeber selbst nur 33-mal getroffen haben. In fünf der ersten sieben Spiele hätte diese Toranzahl erneut zum Sieg gereicht, einmal immerhin zu einem Unentschieden. „Wir waren diesmal einfach nicht zu 100 Prozent mit dem Kopf bei der Sache“, sagt Frank Schmid. Seine Akteure, die das Hinspiel Mitte Oktober noch mit 33:32 gewonnen hatten, seien immer diesen einen berühmten Schritt zu spät gewesen und hätten überdies viel verworfen.
Zwar waren die Gastgeber mit einem Tor von Magnus Dierl mit 1:0 gegen den Tabellennachbarn in Führung gegangen, es sollte indes die einzige Führung in der Partie bleiben. Mitte der ersten Hälfte war der SV Fellbach beim 7:9 zwar noch am Gegner dran, bis zur Pause setzte sich dieser aber auf 18:13 ab. Dass der Rückstand zu diesem Zeitpunkt nicht schon deutlicher war, war auch ein Verdienst des jungen Torwarts Dominik Osap, der aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls des erfahrenen Yannik Beck diesmal die meiste Zeit zwischen den Pfosten stand und sich zu Spielbeginn mit ein paar starken Paraden auszeichnen konnte.
Nach Wiederanpfiff erwischten dann zunächst die Fellbacher den besseren Start und kamen wieder bis auf einen Treffer an den Gegner heran (19:20, 37. Spielminute). Doch mit einem 6:1-Lauf binnen vier Minuten stellten die Gäste, die in Nick Luithardt (acht Tore) ihren besten Werfer hatten, die Weichen auf Sieg – 26:20. „Wir haben uns in dieser Phase leider ein paar technische Fehler zu viel erlaubt, die die Ludwigsburger sofort bestraft haben“, sagt Frank Schmid. Zehn Minuten vor der Schlusssirene war die Partie dann bereits entschieden. Die Fellbacher lagen beim 23:33 erstmals mit zehn Toren im Hintertreffen. Bis zum Ende gelang den Gastgebern dann nur noch ein bisschen Ergebniskosmetik.
Dass am Samstag nicht mehr drin war, war laut Schmid auch den vielen kranken und angeschlagenen Spielern geschuldet. „Das Training war unter den Umständen zuletzt natürlich nicht optimal“, sagt er.
SV Fellbach: Osap, Wolf – Wente (7), Dierl (7), Spindler (4), Waldraff (3), Spiertz (3), Traub (3/1), Pick (2), Mergenthaler (2), Schauer (2), Georg, Bartsch, Kapp.