Handball: SV Kornwestheim SVK-Gegner Pfullingen rüstet vor dem Derby auf – die Kornwestheimer sind gewarnt

SVK-Trainer Alexander Schurr (Mitte) will vor dem Duell mit dem SV Pfulligen die Aufmerksamkeit seiner Mannschaft schärfen. Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Nach dem denkwürdigen Hinspiel sind die Handball-Lurchis nun im nächsten Drittliga-Derby beim VfL Pfullingen gefordert. SVK-Coach Alexander Schurr lobt den Transfer der Gastgeber.

Dass das Duell beim VfL Pfullingen kein Selbstläufer wird, dürfte allen beim SV Salamander Kornwestheim klar sein. Der Trainer der Drittliga-Handballer, Alexander Schurr, stellt vor der Auswärtspartie am Samstagabend in der Kurt-App-Halle (Anpfiff 20 Uhr) sogar klar: „Diese Begegnung zählt definitiv zu den herausforderndsten Aufgaben in der Liga.“

 

Auch wenn Pfullingen in der Hinrunde eine schwächere Phase hatte, die allerdings vermutlich der angespannten Personalsituation geschuldet war, warnt der Chefcoach eindringlich vor dieser Aufgabe. Pfullingen steht aktuell zwar mit 14:18 Punkten hinter den Kornwestheimern auf dem zehnten Tabellenplatz, doch in der Hinrunde hatte der Gastgeber immer wieder Ausfälle wichtiger Leistungsträger zu verkraften. Dazu gehörten unter anderem Niklas Roth und Lasse Schiemann, die verletzungsbedingt fehlten und nicht durchweg mit der Mannschaft performen konnten.

Zwar verpflichtete Pfullingen mit Felix Zeiler einen Spieler, der die Liga in den vergangenen Jahren – unabhängig davon, ob er für Pfullingen, Horkheim oder Neuhausen spielte – entscheidend geprägt hat. Doch ein Einzelakteur ist eben nicht in der Lage, mehrere wichtige Spieler vollständig zu kompensieren. Dennoch betont Schurr: „Das war eine ganz starke Nachverpflichtung.“

Zuletzt kehrten die fehlenden Akteure Schritt für Schritt zurück, und Pfullingen zeigte auch mit dem Sieg zum Rückrundenauftakt in der vergangenen Woche in Konstanz, dass man nun wieder im oberen Bereich der Liga mitmischt.

Ein Blick auf das Hinspiel zeigt zudem, welches Potenzial und welche Brisanz generell in diesem Duell stecken. Das Heimspiel war einer dieser Abende, an denen Handballgeschichte geschrieben wurde – zumindest für die Lurchis. Trotz zahlreicher personeller Ausfälle beim SVK-Team gelang es der Sieben um Trainer Schurr, Ende Oktober gegen die Spieler aus der Stadt an der Echaz den unerwarteten Derbysieg zu holen. Eine äußerst starke Überraschungs-Sieben der Lurchis gewann mit 33:29 (16:16) in einem intensiven, nahezu durchweg offenen und auf Augenhöhe geführten Spiel.

Kornwestheim ist auf jeden Fall auf den wieder weiter erstarkten Konkurrenten vorbereitet. Und nach der Schwächephase und der Niederlage im Hinspiel wird es auch für die Gastgeber nicht ganz einfach werden, denn schließlich treffen sie auf eine Schurr-Sieben, die aktuell nicht nur Tabellenführer ist, sondern auch sieben Spiele in Folge gewinnen konnte. „Wir sind super stolz auf das, was wir bisher geleistet haben“, sagt der Chefcoach nicht zu Unrecht, stolz auf seine Mannschaft. Er weiß zudem, dass sich die Kornwestheimer zuletzt sehr gut daran getan haben, den Fokus konsequent auf das eigene Spiel zu legen. So wollen die Lurchis auch dem Auswärtsspiel ihren Stempel aufdrücken und „wenn möglich etwas Zählbares aus Pfullingen mitnehmen“. Die Stimmung in der Kurt-App-Halle ist traditionell sehr gut, die Duelle sind seit jeher – wie bereits erwähnt – meist heiß umkämpft, beide Teams schenken sich nichts. „Wir kennen die Herausforderungen und freuen uns total auf diese tolle Aufgabe“, fasst Alexander Schurr zusammen.

SV Kornwestheim hofft auf viele Fans

Ebenso freuen sich die Lurchis auf zahlreiche mitreisende Fans. Pfullingen, die Stadt an der Echaz, ist nicht allzu weit entfernt, ein gutes Duell ist nahezu garantiert und die lautstarke Unterstützung von den Rängen hat bekanntermaßen erst in der vergangenen Woche geholfen, eine eigene kurze Schwächephase zu überstehen. Mit zusätzlicher Unterstützung könnten die Kornwestheimer möglicherweise die nächsten Punkte in der 3. Liga Süd entführen.

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