Handball: TSV Schmiden Mit lückenlosem Glauben an den Erfolg
Die Handballer des TSV Schmiden gewinnen am Samstagabend bei der SG Pforzheim/Eutingen II mit 32:27 und verteidigen damit ihre Tabellenführung in der Oberliga.
Die Handballer des TSV Schmiden gewinnen am Samstagabend bei der SG Pforzheim/Eutingen II mit 32:27 und verteidigen damit ihre Tabellenführung in der Oberliga.
Als Lasse Siebel zwei Treffer nacheinander markierte, lagen die Handballer des TSV Schmiden sechs Minuten vor dem Spielende erstmals in dieser Begegnung mit fünf Toren vorn – 29:24. Das hätte der Moment sein können für den Trainer Richard Babjak, sich im Auswärtsspiel bei der zweiten Vertretung der SG Pforzheim/Eutingen im Gefühl des sicheren Erfolgs ein wenig zurückzulehnen. Doch Richard Babjak war am Samstag nach eigener Aussage schon zuvor nicht so wirklich angespannt gewesen. Die Leistung seiner Mannschaft hatte ihn überzeugt, er hatte im Verlauf des Abends nie daran gedacht, dieses Spiel verlieren zu können. Der Tabellenführer gewann am Ende mit 32:27 (17:15) und verteidigte damit fünf Spieltage vor Schluss seine Spitzenposition in der Oberliga. „Das war ein wichtiger Schritt für uns. Es war ein gutes Spiel von beiden Seiten, ein schwieriges für uns, aber wir haben uns mit einer guten Abwehr und einer guten Trefferquote durchgesetzt“, sagte der TSV-Coach.
Die Aufgabe in Pforzheim war auch deshalb schwieriger als von Richard Babjak erwartet, weil der Gegner einige Akteure mit Erfahrungen aus der Drittliga-Mannschaft des Vereins aufgeboten hatte. Doch die Gäste waren gut drauf. Der Tormann Magnus Riegel überzeugte wieder einmal – diesmal speziell nach der Pause – zwischen den Pfosten, die Abwehr um Robin Paul und Tobias Pichler zeigte sich zupackend, und im Angriff gesellte sich zum erneut besten Torschützen Paul Feirabend (elf Treffer) auch mal wieder Lasse Siebel zu den treffsicheren Werfern. Der Linkshänder, der verletzungsbedingt länger pausiert hatte und den Verein nach dieser Saison aus Studiengründen verlassen wird, erzielte fünf Tore. Lasse Siebel war zur Saison 2022/2023 aus der Jugend des TV Bittenfeld zum TSV Schmiden gekommen.
Richard Babjak spürt bei seinen Spielern, dass sie sich immer mehr über einen Sieg freuen. Das hängt unmittelbar damit zusammen, dass die Schmidener Handballer mit jedem Sieg dem Aufstieg in die Regionalliga einen Schritt näher kommen. Selbstverständlich wissen sie das auch. Fünf Spieltage vor dem Saisonende haben sie zwei Minuspunkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten HTV Meißenheim (ein Spiel weniger) und neun Pluspunkte auf den Tabellendritten TV Weilstetten. Das heißt, zumindest der zweite Platz, der am Ende zu Aufstiegsspielen berechtigt, ist so gut wie sicher. Doch Richard Babjak denkt nur an die Meisterschaft. Dafür könnte seine Mannschaft sich gar noch eine Niederlage erlauben, weil sie – bei Punktgleichheit – den direkten Vergleich mit dem Verbund des HTV Meißenheim für sich entschieden hat. Nach den drei Auswärtsspielen in Serie stehen jetzt für Lasse Siebel und seine Mitstreiter zwei Heimspiele auf dem Programm: zunächst am Samstag, 18 Uhr, gegen den Tabellensiebten HSG Ettlingen (Hinspiel 30:34) und am 11. April gegen den Tabellenneunten TuS Schutterwald (36:32).
TSV Schmiden: Riegel, Scheiner – Feirabend (11/5), Siebel (5), Baur (4), Bühler (4), König (3), Pichler (3), Weber (1), Züfle (1), Funk, Geßwein, Klein, Robin Paul, Nick Traub, Türk.