Handball: TSV Schmiden Tabellenführer gegen Tabellenführer

Tobias Pichler (mit Ball) wird an diesem Freitag im Spitzenspiel der Oberliga nicht nur im Angriff gefordert sein. Foto: Maximilian Hamm

Die Handballer des TSV Schmiden empfangen an diesem Freitagabend, 20.30 Uhr, das punktgleiche Team des HTV Meißenheim zum Spitzenspiel in der Oberliga.

Richard Babjak war im Oktober des vergangenen Jahres überhaupt nicht begeistert vor der langen Auswärtsfahrt zum HTV Meißenheim. Doch nach insgesamt rund 360 Kilometern an einem Samstag brachten die Handballer des TSV Schmiden einen Punkt mit nach Hause (31:31), damit war der Trainer zufrieden. Obwohl seine Mannschaft damals fast immer in Führung gelegen hatte und erst kurz vor Schluss vom offensivstarken Gegner abgefangen wurde. Nun steht das Rückspiel in der Oberliga an. Diesmal muss der Verbund aus dem Badischen reisen. Und das auch noch an einem Freitag. Das scheint zumindest im Vorfeld schon ein Nachteil zu sein für den Tabellenführer. Doch Tabellenführer sind auch die TSV-Handballer um Tobias Pichler; die beiden Teams sind punktgleich an der Spitze. Es ist also an diesem Freitag, 20.30 Uhr, ein Spitzenspiel im Wortsinn. „Wir freuen uns alle auf dieses Topspiel“, sagt Richard Babjak.

 

Der HTV Meißenheim stellt die beste Angriffsreihe

Der Coach des TSV Schmiden hat aber auch Respekt vor der Angriffsleistung des Gegners. Mit 549 Toren in 15 Spielen – das sind 36,6 Treffer im Schnitt – stellt die Mannschaft des HTV Meißenheim die mit Abstand beste Angriffsreihe der Oberliga. Zum Vergleich: die Schmidener Handballer kommen auf durchschnittlich 32,3 Tore pro Begegnung. Besonders die groß gewachsenen Rückraumspieler der Gäste fallen mit ihrer Torgefährlichkeit auf, sie stellen auch einen guten und kompakten Abwehrverbund. Sie alle werden mit viel Selbstvertrauen nach Schmiden kommen, schließlich haben sie zuletzt neun Spiele nacheinander gewonnen und schon seit Anfang Oktober nicht mehr verloren.

Auch die Leistung der Tormänner wird mitentscheidend sein

In der Begegnung an diesem Freitag geht es um die Tabellenführung in der Oberliga. Und es geht auch darum, wer sich die bessere Ausgangslage schafft im Hinblick auf den Aufstieg in die Regionalliga. Der Meister dieser Oberliga, Staffel 1, springt ohne Umwege nach oben. Der Tabellenzweite kann sich in Aufstiegsspielen gegen den Tabellenzweiten der Staffel 2 noch für die Teilnahme an der Regionalliga qualifizieren. „Auch wenn wir gewinnen sollten, ist der Vorsprung noch nicht groß genug, um sicher vorn zu sein. Aber auch wenn wir Zweiter werden, haben wir ja noch eine Chance“, sagt Richard Babjak. Für das Topspiel hat er eine klare Vorgabe: „Wenn wir eine gute Abwehr und mit viel Tempo spielen, dann ist es egal, wie gut die werfen.“ Selbstverständlich zählt er auch wieder auf gute Leistungen seiner Tormänner Magnus Riegel und Joshua Scheiner.

Lediglich Lino Klein wird fehlen

Und Richard Babjak hat in dieser Woche fast keine Ausfälle zu beklagen. Er wird lediglich auf Lino Klein verzichten müssen. Mit seinem Aufgebot, das in dieser Saison in heimischer Halle schon mehrfach bemerkenswerte Vorstellungen gezeigt hat, geht er optimistisch in die Begegnung des Tabellenführers mit dem Tabellenführer. An diesem 16. Spieltag könnte der Heimvorteil ganz besonders viel wert sein.

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