Handball: TV Oeffingen Entscheidung im Aufstiegsrennen

Robin Stöhr (mit Ball) und Levi Fröschle (Nummer 13) kämpfen unermüdlich im Trikot des TV Oeffingen, verlieren aber das Spitzenspiel gegen den Ligaprimus. Foto: Maximilian Hamm

Die Handballer des TV Oeffingen verlieren in der Verbandsliga gegen den Tabellenführer TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen mit 28:30 und bereiten sich nun auf die Saisonverlängerung vor.

Noch vor Kurzem wollte der Trainer Tobias Unfried von Aufstiegsspielen nichts wissen. „Die interessieren mich nicht, ich will direkt aufsteigen“, hatte er gesagt. Doch nach der ungenügenden Vorstellung bei den Sportfreunden Schwaikheim vor acht Tagen (22:33) und der 28:30-Niederlage am Samstagabend in heimischer Sporthalle gegen den Tabellenführer TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen werden die Handballer des TV Oeffingen sich genau mit diesen Aufstiegsspielen beschäftigen müssen. Das Rennen um den direkten Aufstieg in die Oberliga ist entschieden. Endgültig. Die vier verbliebenen Begegnungen in der Verbandsliga – ein Spiel davon ist das Stadtderby gegen den Tabellendritten SV Fellbach – sind für die Mannschaft um Tobias Unfried somit Vorbereitungsspiele auf die Saisonverlängerung, die zwischen dem 14. und dem 17. Mai auf dem Programm steht. „Wir müssen uns jetzt schnell wieder aufrappeln“, sagte der Coach.

 

Der ehemalige slowenische Nationaltorwart Primoz Prost hält stark

Rund 600 Zuschauer, darunter zahlreiche Fans der Gäste, hatten sich am Samstagabend in der Oeffinger Sporthalle eingefunden, und sie sahen von der ersten bis zur letzten Minute ein umkämpftes Spiel. Mit Vorteilen von der ersten bis zur letzten Minute für den Tabellenführer. Die Gastgeber mussten ständig einem Rückstand hinterherlaufen. Einmal, das war rund acht Minuten vor Schluss, hatten sie diesen Rückstand auf ein Tor verkürzt – 23:24. Mehr war allerdings nicht drin. Das lag vordergründig an der spielerischen Klasse des Gegners. Leon Weiß und Aleksa Djokic erzielten jeweils acht Tore, Sascha Laurenz, früher auch beim TSV Schmiden aktiv, steuerte sechs Treffer bei. Und dann war da noch der ehemalige slowenische Nationaltorwart Primoz Prost, der den Oeffinger Angriffen reihenweise im Weg stand und auch vier Siebenmeter parierte.

Die Oeffinger vergeben 16 freie Würfe

Die Handballer des TVOe mussten in diesem Spitzenspiel verletzungsbedingt auf ihren Spielmacher Marcel Meyer verzichten. Das war zweifelsfrei eine Schwächung. Ein paar Ideen mehr im Angriff hätten ihnen gut getan. Auch wenn die Tormöglichkeiten reichlich vorhanden waren, die Gastgeber ließen sie nur zu oft ungenutzt. Sie vergaben 16 freie Würfe, diese Statistik hat Tobias Unfried bitter aufgestoßen. In der Abwehr zeigten sie eine gute Vorstellung, auch wenn es am Samstag gegen die erfahrenen Akteure des TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen nicht möglich war, über die gesamte Spielzeit eine stabile Abwehrreihe zu stellen. „Und in der ersten Spielhälfte sind wir nicht gut ins Tempospiel gekommen“, sagte Tobias Unfried. Die Gäste ließen sich nie aus der Ruhe bringen und feierten am Ende nicht nur den Sieg, sondern auch den nun so gut wie sicheren Aufstieg.

Unfried beschäftigt sich jetzt mit den Gegner der Aufstiegsrunde

Ob die Oeffinger Handballer in dieser Saison auch noch feiern dürfen, entscheidet sich also erst im Mai. Tobias Unfried wird sich ab sofort mit den möglichen Gegner in der Aufstiegsrunde beschäftigen. Nach Lage der Dinge trifft seine Mannschaft auf die Tabellenzweiten der anderen Verbandsliga-Staffeln. In der Staffel 1 ist der Kampf um den direkten Aufstiegsplatz noch nicht entschieden. Hier heißt der mögliche Gegner des TV Oeffingen wohl TSG Wiesloch oder TSV Rot-Malsch. In der Staffel 3 ist der Ausgang ebenfalls noch offen, doch könnte das Team des TSV Bartenbach in die Aufstiegsrunde einziehen. In der Staffel 4 steigt der Verbund des TV Knielingen voraussichtlich direkt auf, dahinter steht die Mannschaft der SG Ohlsbach/Elgersweier. Der Modus der Aufstiegsrunde ist indes noch nicht geklärt.

    TV Oeffingen: Seeger, Schreiner – Köngeter (6/4), Stöhr (6), Köhler (4), Fynn Fröschle (3), Frey (2), Levi Fröschle (2), Langenfeld (2), Manuel Paul (1), Westner (1), Würmle (1/1), Kolotuschkin, Rühle, Zoller.

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