Handball: TV Oeffingen Gefühlte Niederlage beim Tabellenführer
Zwar geling den Handballern des TV Oeffingen beim TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen ein 29:29, doch der Trainer ist aufgrund der guten Leistung nicht zufrieden.
Zwar geling den Handballern des TV Oeffingen beim TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen ein 29:29, doch der Trainer ist aufgrund der guten Leistung nicht zufrieden.
Der Trainer Tobias Unfried hat sich nach einer schlafarmen Nacht am Sonntagvormittag das Spiel seiner Mannschaft beim Tabellenführer TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen auf Video angeschaut. Er konnte noch immer nicht glauben, was da am Samstagabend vor den rund 400 Zuschauern in der Sporthalle in Alfdorf in den finalen Spielminuten passiert ist. Die Handballer des TV Oeffingen, in der Verbandsliga auf dem zweiten Tabellenplatz, hatten bis dato eine bemerkenswerte Vorstellung gezeigt, lagen gut sechs Minuten vor Schluss mit 29:26 vorn. Doch im Anschluss trafen sie nicht mehr, verloren Robin Stöhr und Lucas Frey per Disqualifikation und mussten sich am Ende mit einem 29:29-Unentschieden begnügen. „Mit dem Ergebnis bin ich überhaupt nicht zufrieden. Wir haben das Spiel immer im Griff gehabt“, sagte der Coach.
Das war so ein typisches Spiel, bei dem der Trainer vorab mit einem Punktgewinn beim Favoriten zufrieden gewesen wäre, danach aber aufgrund des Spielverlaufs mit der Punkteteilung hadert. Die Handballer des TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen hatten in dieser Saison noch keinen Punkt abgegeben, die Oeffinger Mannschaft hatte dagegen bereits zweimal unentschieden gespielt. „Auch da hat uns schon das Quäntchen Glück gefehlt. Das Ergebnis jetzt fühlt sich an wie eine Niederlage“, sagte Tobias Unfried.
Bis zu ihrer 29:26-Führung hatten die Gäste, angeführt von ihren Spielmachern Marcel Meyer und Fynn Fröschle, genau das umgesetzt, was der Trainer ihnen mitgegeben hatte: Sie störten die Angriffsbemühungen des Gegners derart, dass diese oftmals im Zeitspiel mündeten; sie kamen gut in ihr Tempospiel und erzielten dabei schnelle Tore; sie standen stabil in der Abwehr, was erneut die Grundlage für das andere war. Doch am Ende macht sich der Kräfteverschleiß eben bemerkbar. Die Ausfälle der Kreisläufer Luis Westner, Timo Zoller und Levi Fröschle wurden spürbar. Auch wenn der mitspielende Co-Trainer Marco Kolotuschkin seine Sache auf dieser Position – und insbesondere in der Abwehrformation – gut machte. Kurz vor Schluss hatte der 39-Jährige gar noch die Chance auf den Siegtreffer, scheiterte aber am Tormann Primoz Prost, einem ehemaligen slowenischen Nationalspieler, der Anfang der 2020er Jahre beim TV Bittenfeld aktiv war. „Damit hätte er seine gute Leistung gekrönt“, sagte Tobias Unfried.
Damit hätte die gesamte Mannschaft sich in Alfdorf belohnt. Entscheidend in den sechs Minuten vor Schluss waren stattdessen andere Szenen. Zum Beispiel die beiden Siebenmeter für die Gastgeber, verwandelt von Aleksa Djokic. Sie folgten auf – zumindest umstrittene – Aktionen. „Es waren zum Teil auf beiden Seiten gleiche Situationen, die von den Schiedsrichtern unterschiedlich interpretiert wurden“, sagte Tobias Unfried.
Der Kampf um die Tabellenspitze bleibt nach diesem Unentschieden im Spitzenspiel der Verbandsliga unverändert. Als nächstes steht für die Handballer des TV Oeffingen das Heimspiel gegen das Team der SG Freudenstadt/Baiersbronn auf dem Programm. Dem folgt das Stadtderby beim SV Fellbach.
TV Oeffingen: Seeger, Schweizer – Köhler (10), Fynn Fröschle (7), Würmle (4/3), Meyer (4), Köngeter (2), Frey (1), Stöhr (1), Kolotuschkin, Langenfeld, Manuel Paul, Rühle.