Handball: TV Oeffingen Über schnelle Angriffe zum Sieg

Marcel Meyer (mit Ball) setzt sich immer wieder aus dem Rückraum durch und erziel sieben Treffer für den TVOe. Foto: Maximilian Hamm

Die Verbandsliga-Handballer des TV Oeffingen gewinnen am Samstag ihr Heimspiel gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen trotz vernachlässigter Defensivarbeit mit 36:33.

Wenn die Handballer des TV Oeffingen 16 Gegentreffer in der ersten Spielhälfte hinnehmen müssen, ist das doch eine Meldung wert. Allerdings keine, die deren Trainer Tobias Unfried gefällt. Die beste Abwehrreihe der Verbandsliga (Staffel 2) hat sich schwer getan am Samstagabend, sie hat den Gästen der HSG Böblingen/Sindelfingen große Lücken offenbart. Und doch konnte der Tabellenzweite sich am Ende wieder einmal durchsetzen. Das Team um den Rückraumspieler Marcel Meyer gewann diese Begegnung vor den rund 300 Zuschauern in heimischer Sporthalle trotz vernachlässigter Defensivarbeit mit 36:33 (18:16). „Es beruhigt mich dann doch, dass wir immer wieder zulegen können“, sagte Tobias Unfried.

 

Tim Köhler überzeugt auf der rechten Außenbahn

Damit meint der Coach in erster Linie die individuelle Klasse im Angriff. Die Gastgeber konnten sich zwar im Laufe des Spiels nicht entscheidend absetzen, sie waren aber auch dann zur Stelle, als die Gäste Mitte der zweiten Spielhälfte in Führung lagen. Dann waren es Marcel Meyer, Robin Stöhr oder auch Lucas Frey, die mit schnellen Einzelaktionen auffielen. Und dann war da ja auch noch Tim Köhler, der auf der rechten Außenbahn immer anspielbar war und immer dann mit einbezogen wurde, wenn die Angriffe über die Mitte stotterten. Das ist ja in dieser Saison nicht die Stärke des Tabellenzweiten: Sobald er vom Gegner zu einem langsamen Spielaufbau gezwungen wird, tut er sich schwer. Besser läuft es für ihn, wenn er die Angriffe über die Schnelligkeit seiner Spieler abschließen kann. So war das auch gegen den Verbund aus Böblingen.

Nach der Abwehrumstellung lief es etwas besser

In den Begegnungen zuvor hatten die Handballer des TVOe ihren Konkurrenten zur Halbzeit lediglich zwölf Treffer im Schnitt zugestanden. Erst einmal, beim Stadtderby in Fellbach, hatten sie sich 17 Gegentreffer eingefangen. Diesmal war die unterdurchschnittliche Abwehrleistung erneut auf einer Kombination von mangelndem Zugriff der Feldspieler und in der Folge auch der Tormänner Yannick Seeger und Felix Schweizer zurückzuführen. „Der Gegner hat genau das gespielt, was wir besprochen hatten. Aber wir haben das immer wieder schlecht verteidigt“, sagte Tobias Unfried. Er stellte nach einer Auszeit die Abwehr um, und mit einem vorgezogenen Akteur, der die Angriffsbemühungen der Gäste frühzeitig stören sollte, funktionierte es etwas besser.

Als das Spiel am Samstagabend vorbei war bejubelte Tobias Unfried gemeinsam mit der Mannschaft den zwölften Saisonsieg im 15. Spiel. Sie sangen gemeinsam mit ihren Fans. Und in diesem Moment waren die 16 Gegentreffer in der ersten Spielhälfte tatsächlich nur noch eine Randnotiz.

TV Oeffingen: Seeger, Schweizer – Köhler (9), Meyer (7), Ferdinand Würmle (6/4), Stöhr (5), Frey (2), Fynn Fröschle (2), Rühle (2), Westner (2), Köngeter (1), Kolotuschkin, Langenfeld, Manuel Paul, Zoller.

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