Handball: TV Stetten Für die Besten noch nicht gut genug
Die Landesliga-Handballer des TV Stetten verlieren am Samstagabend vor knapp 300 Zuschauern das Heimspiel gegen den Spitzenreiter HC Oppenweiler/Backnang II mit 28:30 (12:14).
Die Landesliga-Handballer des TV Stetten verlieren am Samstagabend vor knapp 300 Zuschauern das Heimspiel gegen den Spitzenreiter HC Oppenweiler/Backnang II mit 28:30 (12:14).
Dreimal in Folge sind die Handballer des TV Stetten zuletzt nacheinander aufgestiegen. Jetzt, in der Landesliga angekommen, scheint der Höhenflug erst einmal ein Ende zu nehmen. Zwar belegt das Team um das Trainergespann Moritz Klenk und Volker Schäfer nach 13 Spielen mit 16:10 Punkten den fünften Tabellenplatz und ist fern jeglicher Abstiegssorgen, die 28:30-Niederlage am vergangenen Samstagabend gegen den Spitzenreiter HC Oppenweiler/Backnang II hat indes einmal mehr gezeigt, dass die Leistung für die Spitzenteams in der Landesliga (noch) nicht reicht.
So haben die Stettener ihre fünf Niederlagen just gegen den HC Oppenweiler/Backnang II (Hin- und Rückspiel), den SV Salamander Kornwestheim II, den TV Bittenfeld III und den MTV Stuttgart hinnehmen müssen. Gegen jene Teams also, die in der Tabelle derzeit vor ihnen stehen. Dreimal waren die Ergebnisse deutlich und ernüchternd – 23:33, 16:25, 32:42. Zweimal, beim 31:33 gegen den MTV Stuttgart und just am vergangenen Samstag, hätte das Spiel auch zugunsten der Stettener kippen können.
Zumindest aber gegen den Spitzenreiter sind sich die Gastgeber um ihren Kreisläufer Mark Ludwig vor knapp 300 Zuschauern in der heimischen Karl-Mauch-Halle selbst im Weg gestanden. „Handball ist ein Fehlersport, und wir haben heute eindeutig zu viele Fehler gemacht“, sagte Volker Schäfer nach der Partie.
Es waren oft einfache Fehler, die die Gäste sofort mit Toren bestraft haben. Und die Chancenverwertung ließ bei den Gastgebern einmal mehr zu wünschen übrig. Auch vom Siebenmeterstrich. Lediglich Nicolay Beurer zeigte sich bei seinen beiden Versuchen nervenstark. Luca Hill und Alexander Schuhbauer scheiterten derweil mit ihren Würfen. Es waren bereits die Siebenmeter 25, 26 und 27, die von insgesamt 73 Versuchen in dieser Saison nicht verwandelt wurden – also mehr als ein Drittel (!).
Und auch die Torhüter Julian Tschirley sowie Frederick Groeger offenbarten besonders bei Würfen von den Außenpositionen Luft nach oben – wenngleich Erstgenannter in der Schlussphase noch einmal mit drei ganz starken Paraden aufwartete und maßgeblichen Anteil daran hatte, dass seine Vorderleute eine halbe Minute vor Schluss dank eines Tores von Theo Siegle auf 28:29 verkürzen konnten. Zehn Minuten zuvor hatte das kaum einer der Fans beim Stand von 27:21 für die Gäste, die in Elias Klassen (9/3) ihren erfolgreichsten Schützen hatten, für möglich gehalten.
Letztlich, und so ehrlich muss man sein, wäre ein Sieg des TV Stetten aber allenfalls glücklich gewesen. Denn die Gastgeber lagen nie in Führung, schafften nur viermal ein Remis – letztmalig beim 14:14 (34. Minute). Eine Vorentscheidung zugunsten der Gäste fiel Mitte der zweiten Hälfte, als sie von 22:21 auf 27:21 davonzogen, der TV Stetten fünf Minuten lang ohne eigenen Treffer blieb.
Die nächste Partie bestreitet der Tabellenfünfte am Sonntag (15 Uhr, Sporthalle Glemsaue) bei den TSF Ditzingen II. Im Hinspiel gelang dem TVS ein 37:31-Erfolg, nachdem er zur Pause noch mit 17:18 hinten gelegen hatte.
TV Stetten: Tschirley, Groeger – Klenk (7), Beurer (7/2), Heueck (5), Ludwig (3), Schuhbauer (2), Siegle (2), Hill (1), Felger (1), Köhli, Paul Klenk, Hinderer, Eißele, Rumsch.