Landesligist TSV Köngen sicherte sich einen wichtigen 33:31-Arbeitssieg beim Vorletzten TSB Schwäbisch Gmünd II und bleibt an Spitzenreiter TSV Bartenbach dran. Die Landesliga-Frauen des TSV Neuhausen unterlagen dagegen dem HT Uhingen/Holzhausen knapp mit 22:23, kassierten ihre erste Saisonniederlage und stehen auf Platz zwei. In aufstrebender Form präsentierten sich die Handballerinnen des TV Reichenbach (12:4-Punkte), die den Sechsten SF Schwaikheim II mit 35:26 bezwangen und den Anschluss an das Spitzenduo TB Neuffen (13:3-Zähler) sowie Neuhausen (12:2 Punkte) wahrte.
Männer – Landesliga
In einem engen und torreichen Spiel gewann der TSV Köngen beim Vorletzten TSB Schwäbisch Gmünd II mit 33:31 und fuhr damit den sechsten Saisonsieg ein. Spitzenreiter TSV Bartenbach rangiert aufgrund des besseren Torverhältnisses aber immer noch auf Rang eins. Das Spiel war von Anfang an hart umkämpft und bot den rund 100 Zuschauern in der Halle Spannung bis zum Schlusspfiff. Beide Mannschaften gingen mit hoher Intensität zur Sache und keines der beiden Teams schaffte es, sich deutlich abzusetzen. Nach den ersten 15 Minuten führten die Köngener knapp mit 7:5, doch der TSB hielt mit, ohne die Gäste ins Straucheln zu bringen. Bis zur Pause gelang es den Köngenern, sich eine etwas komfortablere Führung zu erarbeiten (17:13). Aber auch in Hälfte zwei kam Köngen nicht richtig ins Spiel. Schwäbisch Gmünd nutzte die Schwächephase und startete eine starke Aufholjagd. Die Köngener fingen sich aber danach und kämpften sich wieder zurück in die Partie. Das Spiel blieb bis zum Ende spannend und hektisch. Doch in den letzten Minuten behielten die Köngener Handballer die Nerven, setzten sich trotz des Drucks der Gastgeber wieder ein wenig ab und holten schlussendlich einen verdienten 33:31-Sieg. „Dank einer stabilen Schlussphase, in der wir die wichtigen Treffer erzielt haben, kam der Erfolg zustande“, sagte Köngens Co-Trainer Kai Schreiweis, der zudem die Leistung der Keeper lobte: „Das Torhüterspiel ging in dieser Partie eindeutig an uns.“
Frauen – Landesliga
Im siebten Spiel ist es nun passiert: Die Handballerinnen des Aufsteigers TSV Neuhausen unterlagen auswärts dem HT Uhingen/Holzhausen knapp mit 22:23 und verloren die erste Partie in dieser Saison. Neuhausen Trainer Timo Bayer war dennoch nicht unzufrieden mit der Leistung seines Teams: „Wir haben gegen gute Gegnerinnen ein gutes Spiel abgeliefert, aber eben nicht so gut, wie in den vergangenen Partien.“ So gingen die Neuhausenerinnen sieben Minuten vor Schluss durch Maren Sonnenwald mit 20:19 in Führung, danach verloren sie aber etwas den Faden – und unterlagen am Ende mit 22:23. „Es war ein enges Spiel und die Kleinigkeiten haben die Partie dann eben entschieden. Im Endeffekt wäre ein Unentschieden gerecht gewesen“, sagte Bayer.
Besser lief es dafür für den TV Reichenbach, der gegen den Sechsten SF Schwaikheim II mit 35:26 gewann und in der Spielklasse auf Rang drei rangiert. „Es war am Ende dann doch ein sehr deutlicher Sieg für uns“, erzählte Reichenbachs Trainerin Carolin Zemmel zufrieden und ergänzte: „Wir haben rund 40 Minuten sehr gut gespielt, dann die Partie aber unnötig spannend gemacht.“ Denn in der 49. Minute kamen die Schwaikheimerinnen noch einmal bis auf zwei Tore heran (25:27). „Wir waren vorne zu hektisch, haben unnötige Abschlüsse drin gehabt und zu viele Bälle verloren. Dann haben wir die Abwehr umgestellt, haben uns stabilisiert und das Spiel doch noch souverän zu Ende gebracht“, erzählte Zemmel, die sich freute, dass „sich fast alle TVR-Spielerinnen einen Treffer erzielten“.
Derweil geht die Misere bei Schlusslicht Team Esslingen weiter, das gegen Spitzenreiter TB Neuffen mit 13:25 verlor. Nachdem die Esslingerinnen – nach einer dreiwöchigen Spielpause – bei ihrer 31:33-Niederlage zuvor gegen die HSG Cannstatt/Münster/Max-Eyth-See eigentlich ein gutes Spiel ablieferten und laut Team-Spielerin Anna Raimondo „viel positives“ rausgezogen haben, verfiel das Team nun wieder in alte Muster. „Es war leider wieder ein Rückschritt. Das Zusammenspiel hat nicht ganz gepasst und zudem war unsere Chancenverwertung wieder nicht gut“, erzählte Raimondo frustriert und fügte hinzu: „Nichtsdestotrotz stand unsere Abwehr gegen den Tabellenführer gut, die Stimmung im Team ist okay und wir wollen gemeinsam versuchen, nun endlich mal einen Sieg zu holen.“ Des weiteren freute sich Raimondo über den Umstand, dass die Esslingerinnen unter der Woche in der Halle in Sulzgries trainieren können: „Das wird unser Training voranbringen.“
Männer – Bezirksoberliga
Spitzenreiter TSV Neuhausen II bezwang das Schlusslicht HSG Leinfelden-Echterdingen deutlich mit 37:25 und blieb auch im neunten Spiel ungeschlagen. Verfolger HSG Owen-Lenningen besiegte den TSV Weilheim mit 29:25 und bleibt so mit einem Punkt weniger – aber einem Spiel mehr – an den Neuhausenern dran. Nicht so gut lief es dagegen beim TSV Wolfschlugen II, der gegen den Vierten HT Uhingen/Holzhausen mit 32:36 verlor und auf Rang neun abrutschte.
Das Derby zwischen der SG Hegensberg/Liebersbronn II und der HSG Ostfildern II endete mit einem 32:32-Unentschieden, das keinem der beiden Teams weiterhalf. Indes gewann der TSV Denkdendorf II die Auswärtspartie beim Siebten TSV Grabenstetten mit 29:27 und kletterte auf Rang drei. „Es läuft besser, als wir das vor der Runde erwartet haben“, betonte Co-Trainer Hans-Jörg Boltjes, der das Team betreute, da Chefcoach Moritz Müller privat verhindert war. „In den letzten Minuten ist das Spiel aber etwas zäh geworden und wir haben nachgelassen. Das lag eventuell an den Nachwehen von den Feierlichkeiten am Tag zuvor, die ja schon Tradition bei uns sind“, erzählte Boltjes mit einem Lächeln und ergänzte: „Dennoch haben wir, immer wenn es darauf ankam, nachgelegt und hatten einen Tick mehr Qualität als der Gegner. Mit dem bisherigen Saisonverlauf sind die Denkendorfer somit laut Boltjes „schon jetzt mehr als zufrieden“.
„Nach diesem Spiel muss man den Finger in die Wunde legen und sagen, dass die Niederlage mehr als unnötig war“, sagte Steffen Braun, Trainer des TSV Deizisau II, zur 24:26-Niederlage im Derby beim HC Wernau und fügte hinzu: „Der Knackpunkt war, als wir in der 50. Minute in doppelter Überzahl und mit einem Tor in Führung liegend, zu viele technische Fehler sowie Fehlwürfe produzierten. Da kippte auf einmal die Partie und wir sind dann nicht mehr zurückgekommen.“ Die Wernauer (13:5-Punkte) bleiben mit dem Sieg am Spitzenduo SKV Unterensingen II sowie TSV Neckartenzlingen dran. Die Deizisauer rangieren dagegen auf Rang fünf. Der Zweite Neckartenzlingen gewann beim Team Esslingen II mit 32:28.