Kollektives Hoffen auf bessere Zeiten: TSF-Trainer Dennis Zwicker (re.) und die Spieler auf der Ditzinger Bank. Foto: Andreas Gorr
Es läuft nicht mehr bei den Handballern der TSF Ditzingen – beim TV Spaichingen gibt es mit 27:29 wiederum eine knappe Niederlage. Trainer Dennis Zwicker sehnt Trendwende herbei.
Henning Maak
01.12.2025 - 16:30 Uhr
Die Verbandsliga-Handballer der TSF Ditzingen können sich nicht aus ihrer Negativspirale befreien. Beim Tabellennachbarn TV Spaichingen unterlagen die Grün-Weißen mit 27:29 (13:13) und blieben damit im sechsten Spiel in Folge ohne Sieg.
1:11 Punkte lautet die Ausbeute aus den letzten Begegnungen, nachdem die Ditzinger mit 7:1 Zählern in die Saison gestartet waren. „Wenn man so eine kleine Negativserie als Rucksack mit sich schleppt, rutscht in der entscheidenden Phase der ein oder andere Ball zu viel durch oder geht der ein oder andere Zweikampf zu viel verloren“, bedauerte TSF-Trainer Dennis Zwicker.
Spiel ist bis zur Pause ausgeglichen
In der Spaichinger Unterbachhalle kamen die Ditzinger anfangs schwer in die Partie und lagen nach sieben Minuten mit 1:5 in Rückstand. „Uns sind zu Beginn einige Fehlpässe unterlaufen, die Spaichingen zu Kontertoren nutzen konnte“, stellte Zwicker fest. Mit zunehmender Spieldauer kämpften sich die TSF-Akteure aber in die Partie hinein und standen vor allem in der Abwehr immer besser. Zwischen der 13. und 20. Minute ließ die Ditzinger Defensive im Verbund mit ihrem Keeper keinen Gegentreffer zu und machte dank sechs Treffern in Folge aus einem 4:8-Rückstand eine 10:8-Führung. Nick Bohnen erzielte in dieser Phase drei seiner insgesamt sechs Tore.
Fünfmal für die TSF gegen den TV Spaichingen erfolgreich: Tim Steckroth Foto: Andreas Gorr
Nachdem die Partie zur Pause ausgeglichen war (13:13), kam Ditzingen besser in die zweite Halbzeit und führte nach 37 Minuten mit 17:15. Bis zur 50. Minute wogte die Begegnung hin und her, kein Team führte mit mehr als zwei Toren. Dann setzten sich die Gastgeber mit zwei Treffern innerhalb von 40 Sekunden von 24:22 auf 26:22 ab.
Nach einer Auszeit verkürzten die Grün-Weißen in der Schlussphase nochmals auf 26:27 und 27:28, doch Tim Wenzler sorgte mit seinen Treffern sieben und acht am Ende für Spaichingens Sieg. „Er ist auf seiner halbrechten Position am Schluss zu zu einfachen Durchbrüchen gekommen“, monierte Zwicker. Auch Fabian Simmerer, sein Pendant auf Halblinks, machte der TSF-Abwehr viel Arbeit und traf sechs Mal.
„Man hat in der Schlussphase wieder gemerkt, dass die Mannschaft gerade keinen Lauf hat. Da hat in der ein oder anderen Aktion einfach die Überzeugung gefehlt“, erkannte Coach Zwicker. Dennoch sei die Leistung über weite Strecken des Spiels gut gewesen, aber eben nicht über 60 Minuten. „Wir waren in Schlagdistanz, die Tür war für uns offen. Aber wir sind nicht hindurchgegangen“, sagte Zwicker bildhaft. Die Mannschaft brauche ein Erfolgserlebnis, dann werde vieles wieder leichter.
Auch Torhüter Michael Biehl konnte die Niederlage der TSF in Spaichingen nicht verhindern. Foto: Andreas Gorr
Ein solches soll nun unbedingt im nächsten Heimspiel am kommenden Samstag (20 Uhr) gegen den SV Remshalden her, der nach nur zwei Siegen aus zehn Saisonspielen auch nicht vor Selbstvertrauen strotzen dürfte. „Das wird für uns ein kleines Endspiel, da müssen wir die Trendwende einleiten“, fordert der TSF-Trainer. TSF Ditzingen: Biehl, Duck; Bohnen (6), Steckroth (5), Hölzel (3), Ruoff (3), Siegmund (3), Ruffner (3), Tran (2), Kienle (1), Hüther (1/1), L. Heer, Schwabe, J. Heer.