Handball Verbandsliga Feldspieler Nummer sieben macht den TSF Ditzingen große Probleme

Torhüter Michael Biehl (hi.) hielt die TSV Ditzingen lange im Spiel und erzielte überdies sogar einen Treffer. Foto: Andreas Gorr

In der Verbandsliga unterliegen die Handballer aus Ditzingen im Duell beim SV Fellbach mit 29:31 – zum Ärger von Trainer Dennis Zwicker haben die TSF den Gegner lange im Griff.

Als „extrem ärgerlich“ bezeichnete Trainer Dennis Zwicker die knappe Niederlage der TSF Ditzingen in der Verbandsliga beim SV Fellbach, die damit im vierten Spiel in Folge ohne Sieg blieben. „Fellbach ist als Tabellendritter eines der Spitzenteams der Liga und wir hatten sie 40 Minuten lang im Griff. Daher ist es umso ärgerlicher, dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen“, bedauerte der TSF-Coach.

 

Die Grün-Weißen kamen gut in die Partie und lagen mit 3:1 (3.) und 10:7 (18.) vorne. Mit verantwortlich dafür war Torhüter Michael Biehl, der in den ersten 20 Minuten zwei Siebenmeter der Fellbacher Schützen parierte. „Wir waren von Anfang an im Spiel, vor allem die Abwehr war voll da“, lobte Zwicker seine Akteure. Erst beim 12:12 (25.) gelang den Gastgebern wieder der Ausgleich.

Turbulente Phase vor der Pause

Nach einer Ditzinger Auszeit und einer Zwei-Minuten-Strafe für Fellbachs Joe Traub wurden die letzten 15 Sekunden vor der Pause turbulent: Lukas Hölzel brachte die Grün-Weißen wieder mit 14:13 in Führung, elf Sekunden vor der Pausensirene glich Fellbach zum 14:14 aus. Doch das letzte Wort gehörte den Gästen: Die TSF spielte die nummerische Überzahl gut aus und kam durch Nick Bohnen vier Sekunden vor der Halbzeit zur knappen 15:14-Führung.

Seine sechs Tore reichten nicht für die TSF zum Sieg: Lukas Hölzel (re.) Foto: Andreas Gorr

Bis zur 40. Minute sah alles nach einem Ditzinger Auswärtserfolg aus: Auch dank einer erneute Überzahlsituation und eines Treffers von Torhüter Michael Biehl bauten die TSF ihren Vorsprung auf sechs Tore (22:16) aus. Fellbach reagierte mit einer Auszeit und stellte offensiv auf ein Spiel ohne Torhüter und mit siebtem Feldspieler um – der Wendepunkt. „Danach lief alles gegen uns. Wir hatten in der Abwehr keinen Zugriff mehr, und Fellbachs Keeper hat fast alles gehalten“, beschrieb Zwicker das Dilemma.

Acht Minuten brauchten die Gastgeber, um mit einem 6:1-Lauf zum 23:23 (48.) auszugleichen, beim 25:24 lagen sie erstmals in Führung. Zum Alptraum für die Ditzinger Abwehr wurde in dieser Phase Fellbachs linker Rückraumspieler Magnus Dierl, der sechs seiner neun Tore in diesen Minuten erzielte. „Das war besonders ärgerlich, weil er in 1:1-Situationen immer dasselbe gemacht hat und wir es nicht unterbunden bekamen“, monierte der Ditzinger Coach.

Yannick Hüther gelang per Siebenmeter der Ausgleich zum 29:29 – doch danach gelang den TSF kein Treffer mehr. Foto: Andreas Gorr

Zudem hätten die Schiedsrichter in zwei kniffligen Situationen gegen sein Team entschieden. „In dieser Phase war das Spielglück definitiv nicht auf unserer Seite“, meinte Zwicker sarkastisch, der zudem eine zunehmende Verunsicherung bei den TSF angesichts der Erfolglosigkeit bemerkte.

SV Fellbach macht in 90 Sekunden alles klar

Dreieinhalb Minuten vor Schluss schien der SVF den Sieg bei einem 29:26-Vorsprung in der Tasche zu haben. Doch die Grün-Weißen bäumten sich – wiederum in Überzahl – noch einmal auf und glichen innerhalb von 100 Sekunden dank des sechsten Treffers von Lukas Hölzel und des dritten verwandelten Siebenmeters von Yannick Hüther zum 29:29 aus. Doch dann gelang kein Treffer mehr, und Fellbach kam in den letzten 90 Sekunden in Überzahl zu zwei Toren – es war das erste Mal in dieser Saison, dass eine Ditzinger Aufholjagd ohne Erfolg blieb. Am kommenden Sonntag (17 Uhr) haben die Grün-Weißen im Derby gegen HB Ludwigsburg die Chance zur Wiedergutmachung. TSF Ditzingen: Biehl (1), Duck; Hölzel (6), Hüther (6/3), Bartels (4), Steckroth (2), Schwabe (2), Kienle (2), Ruoff (2), Siegmund (2), Tran (1), Bohnen (1), L. Heer, J. Heer.

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