Handball Verbandsliga Jan Diller verlässt die Buffalos nach der Saison
Ab Sommer übernimmt Jürgen Buck den Handballverbandsligisten. Vor dem Duell am Samstag im Heimspiel gegen die HSG Weschnitztal ist die personelle Lage angespannt.
Ab Sommer übernimmt Jürgen Buck den Handballverbandsligisten. Vor dem Duell am Samstag im Heimspiel gegen die HSG Weschnitztal ist die personelle Lage angespannt.
Eine schmerzliche Nachricht für die Fans verkündete Jan Diller vor dem Duell der Habo Bottwar gegen die HSG Weschnitztal: Der Trainer wird den Verbandsligisten zum Saisonende verlassen. Seine Tätigkeit als Landestrainer beim Baden-Württembergischen Handball-Verband (BWHV) lasse sich nicht länger mit dem Traineramt vereinbaren. „Die Jungs haben jemanden verdient, der bei jedem Training voll da ist. Das ist mir leider nicht mehr möglich“, erklärt Diller. Aus diesem Grund habe er sich entschieden, sein Amt nach der Saison niederzulegen. Sein Nachfolger wird Jürgen Buck, einst selbst langjähriger Handballspieler des TV Oppenweiler. Buck führte auch bereits die Junioren der Handballregion Bottwar in die A-Jugend-Bundesliga und ist damit kein Unbekannter im Verein und der Region.
Am Sonntagabend empfängt der Männer-Verbandsligist Habo Bottwar SG die HSG Weschnitztal. Anpfiff der Partie ist um 18 Uhr in der Wunnensteinhalle in Großbottwar. Trotz zahlreicher personeller Schwierigkeiten gibt sich Trainer Jan Diller kämpferisch: „Wir müssen zurechtkommen – und wir wollen die zwei Punkte daheim behalten.“ Die personelle Lage bei den Buffalos ist derzeit sehr angespannt. Rückraumschütze Tim Beiermeister (Knieverletzung) fällt bis zum Saisonende aus. Auch Max Körner sowie Kreisläufer Patrick Mustata stehen weiterhin verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Hinzu kommt der bevorstehende Ausfall von Philipp Storz, der aus beruflichen Gründen nicht vor Ort sein kann.
Um die Lücken zu schließen, greift Diller vermehrt auf Spieler aus der zweiten Mannschaft zurück, unter anderem auf Luca Degen und Marcel Scheurer. „Das war so nicht zu erwarten, aber so ist es nun – und wir müssen damit zurechtkommen“, erklärt der Coach. Besonders schmerzlich sei der Verlust der Eingespieltheit: „Dieser Vorteil geht uns jetzt natürlich verloren.“ Diller hofft, dass vielleicht Jonathan Siegler zumindest im Training unterstützend eingreifen kann. Dennoch stellt der Trainer klar: „Nichtsdestotrotz müssen wir unsere Qualität auf die Platte bringen und damit umgehen.“ Er ist überzeugt, dass das Team weiterhin erfolgreich sein kann, wenn jeder Spieler seine Stärken einbringt.
Sportlich wartet mit der HSG Weschnitztal ein anspruchsvoller Gegner. Die Gäste stehen mit 15:17 Punkten und einem Spiel mehr auf dem siebten Tabellenplatz und damit drei Ränge vor den Gastgebern (Rang 10, 13:17 Punkte).
Im Hinspiel trennten sich beide Teams 34:34-Unentschieden. Damals tat sich die Habo Bottwar SG vor allem mit der gegnerischen Defensive schwer, aber auch mit HSG-Akteur Aleksandar Mitrovic, der die Abwehr mehrfach zu einfach überwinden konnte.
„Es wird schwer“, weiß Diller, betont aber auch die eigenen Chancen: „Was wir gegen Rot-Malsch bereits über eine Halbzeit geschafft haben, müssen wir weiter verbessern.“ Eines ist klar: Diller und seine Mannschaft wollen am Sonntag die Zähne zeigen und alles geben.