Nach dem 33:30 von Frederik Todt schien der Sieg der BöSis in trockenen Tüchern zu sein: Doch es wurde noch einmal brenzlig. Foto: Marco Iker
Der fünfte Sieg in Folge – und das mit ausgedünntem Kader. Die Verbandsliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen haben mit 33:32 bei den TSF Ditzingen gewonnen.
Kevin Schuon
19.04.2026 - 10:07 Uhr
Die Verbandsliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen haben bei den TSF Ditzingen zum fünften Mal in Folge gesiegt. „Wir haben es wieder unnötig spannend gemacht“, gestand Trainer Marco Cece nach dem 33:32.
Denn in den letzten Sekunden wären seinen Schützlingen die fast schon sicher geglaubten Punkte fast noch aus den Fingern gerutscht. „Doch es ist wirklich beeindruckend, was die Jungs aktuell abliefern“, nickte der Coach. Mit der Serie im Rücken liegt zwei Spieltage vor Schluss der dritte Tabellenplatz wieder in greifbarerer Nähe.
HSG Böblingen/Sindelfingen und TSF Ditzingen schenken sich nichts
Wie immer, wenn diese beide Mannschaften in den vergangenen Jahren aufeinandertrafen, kamen die Zuschauer in der Sporthalle Glemsaue voll auf ihre Kosten. Über die gesamte Dauer schenkten sich die Teams nichts. Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der sich keiner einen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte. Es ging hin und her.
Dominic Rose erzielte per Siebenmeter das 17:17 zur Pause. „Ein bisschen schade aus unserer Sicht“, analysierte Cece. „Weil wir uns ein paar Fehler zu viel geleistet haben.“ Auf der anderen Seite tat sich seine Truppe jedoch auch schwer damit, den starken Rückraum des Kontrahenten in den Griff zu bekommen.
Der letzte Wurf des Gegners war kein Problem für BöSis-Torhüter Fabian Rothsching. Foto: Marco Iker
HSG Böblingen/Sindelfingen tritt geschwächt bei TSF Ditzingen an
Dazu waren die BöSis personell angeschlagen – was ab Mitte der ersten Hälfte deutlich zu sehen war. Neben Marvin Seeger musste auch Michael Fangerow krank passen. Nach einem Kopfstoß mit seinem Gegenspieler verließ dann auch noch Lowis Englert gezwungenermaßen das Feld und konnte erst in der Schlussphase wieder mitwirken. „Die anderen sind in die Bresche gesprungen“, lobte der Coach. Mikko Frommer, Arne Neuberger oder Finn Spitzl waren da, als es drauf ankam. „Wir haben alles reingehauen und gekämpft bis zum Schluss.“
Das zahlte sich aus. Fünf Minuten vor dem Ende erzielte Sebastian Bock beim 32:29 den ersten 3-Tore-Vorsprung für die Gäste. Dennoch hätte auch das fast nicht gereicht. Nach dem 33:30 durch Frederik Todt blieben den Hausherren 60 Sekunden. Mit einem Doppelschlag verkürzte Florian Ruoff schnell auf 33:32.
BöSis werden bei den TSF Ditzingen zum Schluss noch einmal nervös
Anstatt die Partie danach locker runterzuspielen, vertändelte die HSG erneut den Ball. Doch mehr als ein Schnellschuss aus 20 Metern war für die TSF nicht mehr drin, und der war kein Problem für Keeper Fabian Rothsching.
„Fünf Siege in Folge. Keine Ahnung, wann uns das zuletzt gelungen ist“, staunte Marco Cece. Das schafften sie noch nicht einmal in der starken Rückrunde vor zwei Jahren, in der es nur eine einzige Niederlage gab.