Auch der Innenblock mit Miro Mezger (li.) und Tom Bühler agierte defensiv maximal unglücklich. Foto: Peter Gebhardt
Diesen Auftritt sollten die Verbandsliga-Handballer von der SG H2Ku Herrenberg II ganz schnell aus ihren Köpfen bekommen. Die SF Schwaikheim zeigten dem Schlusslicht die Grenzen auf.
Die Gäste überzeugten direkt mit Schnelligkeit und Treffsicherheit. Besonders ihre Anspiele über die Außenpositionen sowie den Kreis bereiteten den Gastgebern große Schwierigkeiten. Diese taten sich anfangs sehr schwer und nutzten viele freie Würfe nicht. Im Angriff allgemein gelang aufgrund einiger Fehlpässe wenig, bald lag die Mannschaft mit 7:12 zurück. In den restlichen Minuten der ersten Halbzeit gelang ihr sogar kein weiterer Treffer, sodass es mit 7:18 in die Kabine ging.
SG H2Ku Herrenberg II kommt gegen SF Schwaikheim gar nicht ins Spiel
„Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Der Gegner hat es routiniert und konsequent gespielt. Wir waren in der Abwehr viel zu behäbig und kamen nie richtig in die Zweikämpfe“, kommentierte Co-Trainer Maxi Schöllkopf.
Zu Beginn der zweiten Hälfte spielten beide Teams genau so weiter. Schwaikheim konnte seine Offensive souverän und nachhaltig gestalten, während Herrenberg II sich sichtlich schwertat, den Rückstand nicht noch größer werden zu lassen. Oftmals wirkte der Auftritt wie gelähmt, teilweise lustlos und überfordert. Einfachste Mechanismen wurden sträflich vernachlässigt.
Die SG H2Ku Herrenberg II wird froh sein, dass dieses Spiel vorbei ist. Foto: Eibner/Wolfgang Frank
Die Leidtragenden waren ein ums andere Mal die beiden Keeper Sven Rinderknecht und Nicolas Rhotert, die vor allem nach dem Wiederanpfiff allzu oft von ihren Vorderleuten im Stich gelassen wurden. Die Sache war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. Über ein 15:28 kassierte die SG II beim 23:40 ihre dritthöchste Niederlage der Saison und rangiert mit bitteren 2:32 Punkten weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz.
„Die heutige Partie hat uns schonungslos aufgezeigt, wo wir stehen. Wir waren in nahezu allen Bereichen gänzlich überfordert“ haderte Coach Marcel Kohler. „Solche Spiele passieren, wir müssen daraus jetzt die richtigen Schlüsse ziehen und das schnell aus den Köpfen bekommen.“