Die HSG Böblingen/Sindelfingen setzt ihren positiven Lauf in der Handball-Verbandsliga der Männer fort. Bei der TG Schömberg hat sie mit einem 38:31 den dritten Sieg in Folge eingefahren. „Wir haben uns in den vergangenen Wochen immer besser gefunden“, freute sich Trainer Marco Cece.
Aktuell greifen die Rädchen auf dem Feld immer besser ineinander. Offensiv läuft es ohnehin blendend. Doch nun wirkt auch die Defensive zunehmend stabiler. Auch mit Rückschlägen kann das Team gut umgehen. Vor dem jüngsten Duell im Schwarzwald hatte sich Marvin Seeger kurzfristig krankgemeldet. Da ein Einsatz für Marian Heinkele nach dessen Verletzung noch zu früh kam, stand somit mit Jonas Grosser nur ein nomineller Außenspieler im Kader. „Und das gegen einen Gegner, gegen den wir uns vorgenommen hatten, schnell zu agieren“, betonte der Coach.
HSG Böblingen/Sindelfingen erlebt schleppende Anfangsphase bei TG Schömberg
Als sich dann nach einer schleppenden Anfangsphase mit Lowis Englert der nächste wichtige Mann verletzt hatte, mussten sich die Gäste trotz einer zwischenzeitlichen Führung noch zum 13:15 in die Pause retten. „Wir wussten, dass wir wieder mehr Tempo brauchen“, sagte Marco Cece. Genauso wichtig war es, dass Tim Negler, der mit sieben Treffern aus sieben Versuchen eine ganz starke Leistung am Kreis zeigte, Dominic Rose und Grosser nach dem Seitenwechsel schnell den 16:16-Ausgleich schafften.
Nach dem Ausfall von Englert wirbelten Rose, Michael Fangerow und Frederik Todt im Rückraum. „Sie haben immer wieder gut attackiert und die Lücken gefunden.“ Oder es geschafft, Negler geschickt einzusetzen.
So drehten die BöSis die Partie innerhalb von fünf Zeigerumdrehungen in ein eigenes 19:17. Anschließend schafften sie es, jeden Treffer der Hausherren mit einem Gegenschlag in der ersten oder zweiten Welle zu kontern.
Dennoch blieb die Begegnung bis in die Schlussphase hinein offen. Fangerow sorgte nach einer Dreiviertelstunde beim 28:25 erstmals für ein 3-Tore-Polster. Dann lief auch noch Keeper Kevin Gsell zur Hochform auf, schnappte in der Schlussphase viele Würfe weg. Zudem ging der Plan der Übungsleiter voll auf: Beim Kontrahenten ließen die Kräfte allmählich sichtbar nach. Irgendwann konnte er die Geschwindigkeit nicht mehr mitgehen. „Wir wollten sie müde machen – und das ist uns gelungen“, lobte Cece.
So wurde es am Ende sogar noch eine ganz klare Sache. „Genau da müssen wir jetzt weitermachen“, meinten Marco und sein Bruder Vito Cece auf der Kommandobrücke. „Wir können das Jahr jetzt mit einer positiven Bilanz beenden.“
HSG Böblingen/Sindelfingen: Maaß, Gsell, Thiruvarudsri; Grosser (2), Fangerow (5/davon 1 Siebenmeter), Englert (1), Frommer (2), Spitzl, Negler (7), Todt (5), Bock (4), Rose (8/2), Neuberger (4), Dörner.