Handball-Verbandsliga Männer Comebacker Fabian Rothsching wird zum Held bei HSG Böblingen/Sindelfingen

Insgesamt neun Paraden ausgepackt: Fabian Rothsching (re.) agiert zwischen den Pfosten, als ob er nie weg gewesen wäre. Foto: Marco Iker

Besser kann man sich eine Rückkehr nach schwerer Verletzung kaum ausmalen. Keeper Fabian Rothsching von den Verbandsliga-Handballern der HSG Böblingen/Sindelfingen war direkt on fire.

Es war fast genauso knapp wie das Hinspiel – doch diesmal mit dem besseren Ende für die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen. Mit 34:32 setzten sie sich in der Verbandsliga gegen den SV Fellbach durch. Genau wie im ersten Saisonduell fiel die Entscheidung in der letzten Minute.

 

Am Ende feierten die BöSis gemeinsam mit den 300 Zuschauern in der Murkenbachhalle ihren Keeper Fabian Rothsching. Dieser feierte 406 Tage nach seiner Kreuzband-Verletzung sein Comeback und wurde prompt zum Matchwinner. „Das hat er sich einfach verdient“, nickte Coach Vito Cece.

Keeper Fabian Rothsching ist der Held bei der HSG Böblingen/Sindelfingen

Über ihren Schlussmann geriet er fast schon ins Schwärmen. Trotz seiner langen Ausfallzeit habe er keine Trainingseinheit verpasst. „Er ist vielleicht der fleißigste Spieler, den ich je trainiert habe“, erklärte Cece. Vor jeder Partie stellt sich der Torhüter noch einmal extra die Wurfbilder der Gegner zusammen und studiert diese.

Das hat ihm auch geholfen, als er zur zweiten Halbzeit zwischen die Pfosten zurückkehrte – und gleich die beiden ersten Würfe entschärfte. Nach einer starken ersten Hälfte lagen die Hausherren da bereits mit 19:16 vorn.

Bei Dominic Rose (am Ball) zitterten in der Schlussphase nicht die Hände: Er warf das vorentscheidende Tor. Foto: Marco Iker

3-Tore-Vorsprung der BöSis gegen den SV Fellbach ist fast zu wenig

Einerseits, weil sie es schafften, dem Kontrahenten immer wieder mit einer schnellen ersten Welle wehzutun. Tim Negler, Lowis Englert oder Sebastian Bock attackierten immer wieder die Lücken in der Defensive. Andererseits weil sie die Gäste mit einer engagierten Defensivleistung immer wieder zu schweren Abschlüssen zwangen. Da war der 3-Tore-Vorsprung zur Pause fast ein bisschen zu wenig.

Doch das holten die Einheimischen auch dank der Paraden ihres Comebackers schnell nach. Michael Fangerow und zwei weitere Treffer von Bock sorgten mit dem 22:16 schnell für ein komfortables Polster. Als dann Rothsching auch noch innerhalb von kurzer Zeit zwei Siebenmeter entschärfte, wirkten er und seine Kollegen schon wie der sichere Sieger.

HSG Böblingen/Sindelfingen lässt SV Fellbach nochmal herankommen

Doch trotz einer 32:27-Führung wurde es in der Endphase noch einmal spannend. „Da haben wir sie noch einmal schnuppern lassen.“ Louis Waldraff und Felix Mergentaler verkürzten das Zwischenresultat auf 33:31. Zu allem Überfluss musste Negler für eine Zeitstrafe auf die Bank, kurz darauf stand es 33:32.

Den Hausherren schienen die Finger zu zittern. Nicht aber Dominic Rose, der mit dem 34:32 für Entspannung sorgte, ehe Rothsching mit seiner insgesamt neunten Rettungstat auch den letzten Angriff des Rivalen zunichte machte. „Da waren ein paar wichtige Dinger dabei“, atmete Cece kurz durch. „Er war richtig heiß und hat sofort abgeliefert.“

HSG Böblingen/Sindelfingen: Thiruvarudsri, Rothsching; Grosser, Fangerow (4), Seeger (5), Englert (8), Heinkele (1), Frommer, Spitzl, Negler (5), Bock (5), Rose (5), Neuberger, Dörner (1).

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