Lowis Englert und die BöSis bekamen vom Primus ihre Grenzen aufgezeigt. Foto: Marco Iker
Immerhin 20 Minuten lang halten die Verbandsliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen gegen den Tabellenführer gut mit. Danach bekommen sie allerdings eine Lehrstunde verpasst.
Kevin Schuon
08.02.2026 - 09:35 Uhr
Der Tabellenführer lässt in der Murkenbachhalle die Muskeln spielen: Die Verbandsliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen konnten gegen den TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen nicht an ihre starke Leistung aus der Vorwoche anknüpfen und bekamen beim 31:43 ihre Grenzen aufgezeigt. „Das war eine kleine Lehrstunde“, räumte Marco Cece ein.
Der Trainer hatte gehofft, dass seine Jungs auch das zweite Team ärgern können, das weit enteilt über dem Rest der anderen thront. „Doch vergangene Woche waren wir zwei Klassen besser“, zog er den Vergleich zur knappen 33:36-Niederlage in Oeffingen. „Es muss für uns alles optimal laufen, dass wir gegen solche Gegner mithalten können.“
BöSis lassen gegen Allowa zu viele Chancen liegen
Das konnten die Hausherren diesmal nur in den ersten 20 Minuten. Marian Heinkele eröffnete mit dem ersten seiner elf Treffer. Gegen die großgewachsene Abwehr der Gäste fanden er und seine Kollegen immer wieder den Weg über die Außen. Dort überzeugten Heinkele und Marvin Seeger mit guten Quoten. „Insgesamt haben wir jedoch zu viel liegengelassen“, haderte Cece. „Wir hätten in dieser Phase sogar führen können.“ Doch auch die insgesamt 16 Ballverluste waren fatal.
Der erste Knackpunkt folgte nach einer Viertelstunde. In Überzahl schafften die Gastgeber keinen Treffer, blieben danach aber bis zum 13:16 durch Dominic Rose in Schlagdistanz. In den letzten vier Zeigerumdrehungen vor der Pause machten sie sich die starke Leistung der ersten Hälfte zunichte.
Seegers Treffer wurde nicht gegeben, weil er im Kreis landete. Dazu kam ein Fehlpass im Gegenstoß und ein Pfostentreffer von Lowis Englert. Der Kontrahent bestrafte nun jede Unachtsamkeit eiskalt. Auch als Cece den siebten Feldspieler brachte und TSV-Keeper Zeno Bujtas in den leeren Kasten traf. So wurde aus einem 13:16 schnell ein 14:22.
Nach dem Seitenwechsel war der HSG anzumerken, dass sie den Rückstand schnell aufholen wollte. Einmal mehr Seeger, Heinkele sowie Englert legten drei schnelle Treffer vor. Doch dann bröckelte der Auftritt der BöSis.
In der Schlussphase ein paar Treffer für die Galerie: Marian Heinkele kam auf insgesamt elf Tore. Foto: Marco Iker
Michael Fangerow wollte den Gegenstoß stoppen, rutschte weg, rasselte mit seinem Gegenspieler zusammen und sah die Rote Karte. Zudem lief Bujtas zur Hochform auf, parierte vier Abschlüsse in Folge. Insgesamt kamen die Schlussmänner von Alfdorf/Lorch/Waldhausen auf 33 Prozent gehaltener Bälle, bei Böblingen/Sindelfingen waren es lediglich sieben Prozent.
Spätestens nach dem 20:30 des starken Aleksa Djokic ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Das gelang besonders Heinkele, der sich in der Schlussphase auch von der Ausstrahlung des früheren Profi-Torhüters Primoz Prost nicht einschüchtern ließ und ein paar Treffer für die Galerie erzielte. Jedoch zog auch der Spitzenreiter nicht zurück und spielte sich phasenweise in einen Rausch.
„Von dieser Niederlage dürfen wir uns nicht beirren lassen“, betonte Cece. „Jetzt haben wir die beiden dicken Brocken weg.“ Nach der kurzen Faschingspause warten Duelle mit Gegnern auf Augenhöhe.