Handball-Verbandsliga Männer „Das war heute katastrophal“ – SG H2Ku Herrenberg II ist erneut heillos überfordert

Marcel Braitmaier und die SG H2Ku II schafften es nicht, sich nach einem erfolgreichen Angriff diszipliniert in die Defensive zurückzuziehen. Foto: Peter Gebhardt

Die Saison der Verbandsliga-Handballer von der SG H2Ku Herrenberg geht trostlos weiter. Auch bei der 17. Niederlage im 18. Auftritt offenbarten sich eklatante Mängel des Gäuteams.

„Die elementaren Handball-Dinge gingen uns heute verloren – schnelles Rückzugsverhalten, Disziplin im Angriff, solide Abwehrarbeit, Konzentration beim Wurf und so weiter“, zählte Trainer Marcel Kohler von der SG H2Ku Herrenberg II nach dem 27:36 gegen die SpVgg Mössingen in der Verbandsliga auf.

 

„Der Gegner hat das heute souverän und abgezockt runtergespielt und verdient gewonnen“, gab er zu, schränkte jedoch ein: „Wir waren sicherlich keine neun Tore schlechter, aber wir haben uns das Leben selbst extrem schwer gemacht.“

SG H2Ku Herrenberg II hat Schwierigkeiten gegen SpVgg Mössingen

Die Gäste überzeugten vor 120 Zuschauern zunächst mit schnellen Offensivkonzepten und Treffsicherheit. Besonders die schnellen Anspiele sowie die Attacken über die Außenpositionen bereiteten den Einheimischen große Schwierigkeiten. Immerhin erwischte Keeper Arda Karasu einen Traumstart und parierte in der Anfangsphase direkt sechs freie Würfe der Mössinger.

Dennoch ließ die Aggressivität seiner Teamkollegen in der Defensive über weite Strecken der ersten Halbzeit zu wünschen übrig. Nach der ersten Auszeit beim Stand von 11:12 kamen sie aber besser rein. Trotzdem wuchs der Rückstand. Über ein 12:14 ging es mit einem 12:16 ging in die Kabine.

Yannik Broß und die SG H2Ku II ließen auch die Konzentration beim Wurf vermissen. Foto: Peter Gebhardt

SG H2Ku Herrenberg II tut sich im Rückzugsverhalten sehr schwer

„Wir haben es nicht verstanden, einem erfolgreichen Angriff einen disziplinierten Rückzug folgen zu lassen. Das war katastrophal“, krittelte Co-Trainer Maxi Schöllkopf. „Zudem taten wir uns im gesamten Abwehrverbund äußerst schwer, die Absprachen liefen ins Leere.“ Mit den vier Toren Rückstand sei die Truppe bis dahin glimpflich davongekommen.

Nach dem Seitenwechsel baute die SpVgg ihren Vorsprung auf acht Buden aus. Die Wirkung der SG-II-Auszeit beim Zwischenresultat von 14:22 verpuffte, der Gegner machte das Polster zweistellig und spielte den Rest bis zum 27:36-Endstand routiniert herunter.

SG H2Ku Herrenberg II wird letzten Tabellenplatz wohl nicht verlassen

Mit 2:34 Punkten rangiert die Zweite des Gäuklubs weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz, den sie vermutlich bis zum Saisonende auch nicht verlassen wird.

SG H2Ku Herrenberg II: Rinderknecht Karasu; Turek (1), Broß (1), Andreas Kohler (2), Eckert (5/davon 1 Siebenmeter), Fritz (2), Braitmaier (1), Bühler (3), Kretschmann (6/2), Alexander Kohler (6/1).

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