Im letzten Auswärtsspiel der Hinrunde unterlagen die Verbandsliga-Handballer von der SG H2Ku Herrenberg II trotz einer über weite Strecken guten Leistung beim SV Fellbach verdient mit 28:34.
Beide Teams kamen gut in die Partie. Die Gastgeber überzeugten mit schnellen Angriffen und kamen so zu einfachen Erfolgserlebnissen. Den Gästen gelangen überwiegend Einzelaktionen, überragender Akteur bei ihnen war Louis Eckert, dem acht seiner insgesamt 13 Tore vor der Pause gelangen. Nach einer Viertelstunde beim Stand von 8:8 kippte die Angelegenheit zugunsten der Einheimischen, die fortan ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauten. Die Auswärtstruppe hatte nun ihre schwächste Phase, vor allem in der Verteidigung konnte sie wenig entgegensetzen. Über ein 9:15 ging es mit einem 12:19-Rückstand in die Kabine.
„Wir konnten bis Mitte der ersten Halbzeit mithalten. Dann zeigte sich verstärkt die individuelle Klasse des Gegners, und wir taten uns zusehends schwerer“, kommentierte Co-Trainer Maxi Schöllkopf. „Davon konnten wir uns nicht mehr richtig erholen.“ Nach Wiederanpfiff ging es gerade so weiter. Die Fellbacher verwalteten ihren Vorsprung, die Herrenberger verkürzten den Rückstand zumindest auf vier Treffer. Besonders Nachwuchskeeper Arda Karasu hatte hieran seinen Anteil mit in Summe elf Paraden in der zweiten Hälfte. Der SV besann sich wieder auf seine Stärken, erhöhte das Tempo und ließ das Polster wieder größer werden. Die Sache war zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden, die SG II stemmte sich allerdings bis zum Schluss tapfer gegen eine höhere Niederlage.
„Meine Jungs hatten heute Höhen und Tiefen. Der Abwehr wurden heute teilweise ihre Grenzen aufgezeigt, in der Offensive konnten wir Selbstvertrauen tanken“, bilanzierte Coach Marcel Kohler. „Am Ende geht die Niederlage in dieser Höhe in Ordnung.“
SG H2Ku Herrenberg II: Rinderknecht, Karasu; Sattler (3), Luca Ehler (1), Eckert (13/davon 3 Siebenmeter), Braitmaier (4), Bühler (1), Kretschmann (4), Mario Ehler (2).