H2Ku-II-Keeper Nicolas Rhotert hatte großen Anteil an einer starken ersten Hälfte und dem ansehnlichen Pausenergebnis. Foto: Gebhardt
Die Verbandsliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg II halten in der Rückrunde besser mit als in der Hinrunde. An den ständigen Niederlagen hat sich dadurch aber (noch?) nichts geändert.
Peter Gebhardt
09.02.2026 - 09:49 Uhr
Für die Verbandsliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg II bleibt es bei einem einzigen Saisonsieg. Auch wenn der Klassenerhalt inzwischen fast nur noch theoretisch möglich ist, zeigte die Formkurve auch beim 24:30 bei der viertplatzierten HSG Rottweil eher nach oben.
„In der Hinrunde hätten wir dieses Spiel wohl noch zweistellig verloren“, konnte Trainer Marcel Kohler mit der Leistung seiner Mannschaft durchaus leben. Vor allem der erste Durchgang konnte sich sehen lassen, was sich letzten Endes auch am Ergebnis bemerkbar machte.
HSG Rottweil bestimmt gegen SG H2Ku Herrenberg II die Anfangsphase
Zunächst bestimmten aber die Einheimischen die erste Viertelstunde. Dabei profitierten sie vor allem von ihrem guten Start. Das 3:0 mussten sie sich allerdings hart erarbeiten, bevor auch die Gäste in Person von Loius Eckert mit zwei Treffern an der Partie teilnahmen. Am Vorsprung der Hausherren änderte sich bis zum 8:4 jedoch nichts.
Als die Auswärtstruppe zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff nach einem Dreifachschlag durch Mario Ehler, Andreas Kohler und Kolja Fritz auf 10:9 aufschloss, begann das Duell praktisch von vorn. Bis zur Pause konnte der Außenseiter aus dem Gäu mithalten. Einen großen Anteil daran hatte Keeper Nicolas Rhotert, der mit einem Sonderlob vom Coach bedacht wurde. Der Zwischenstand lautete 15:13 für den Kontrahenten.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es genau fünf Zeigerumdrehungen, bis Kohler seine Truppe zur Auszeit bitten musste. Schon früh begannen dieser nämlich beim 19:15 die Felle davonzuschwimmen. Viel genutzt hat das Time-Out allerdings nicht. Langsam, aber sicher schwanden die Kräfte endgültig.
Es war ein vorhersehbares Szenario. „Unsere A-Jugend, unsere erste Mannschaft und wir spielten fast zeitgleich. Durch die vielen zusätzlichen Verletzungen hatten wir im Rückraum quasi keine Alternativen“, legte der Übungsleiter den Finger in die Wunde.
A-Jugend sowie erste und zweite Männermannschaft der SG H2Ku spielen meist zeitgleich. Foto: Eibner/Rene Weiss
Eine gewollte Tempoverschleppung zum Einteilen der Kräfte kam aber dennoch nicht infrage: „So etwas geht meist nach hinten los.“ Als zu Beginn der Schlussphase ein 26:18 von der Anzeigetafel leuchtete, lag eine hohe Niederlage in der Luft. Es spricht aber auch für die sportliche Entwicklung bei H2Ku II, in Richtung Spielende noch Akzente zu setzen und das Ergebnis mit dem 30:24 im Rahmen zu halten.