Handball-Verbandsliga Männer HSG Böblingen/Sindelfingen hat noch viele Baustellen und verpatzt Auftakt

Pure Ernüchterung: Joshua Ruhmund und die defensivschwachen BöSis kassierten auswärts gleich mal eine Pleite bei einem Aufsteiger. Foto: Kevin Schuon

Nach der durchwachsenen Vorbereitung versemmelten die defensivschwachen Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen auch den Saisonauftakt in der Verbandsliga bei der HSG Rottweil.

Ein Fehlstart wie er im Buche steht: Die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen unterlagen zum Verbandsliga-Auftakt mit 33:38 bei der HSG Rottweil. „Wir wussten ja, dass die Vorbereitung nicht optimal verlaufen ist“, sagte Trainer Marco Cece. Doch nach dem ersten Spieltag deutet vieles darauf hin, dass es die Truppe in dieser Saison schwer haben könnte. Zumindest, wenn sie nicht noch eine ordentliche Schippe drauflegt.

 

Die Vorzeichen waren denkbar schlecht. Torhüter Kevin Gsell hatte sich im Abschlusstraining verletzt, zudem begann die Partie im Schwarzwald 30 Minuten später als geplant, und die Luftfeuchtigkeit in der Doppelsporthalle war so hoch, dass bei Cece die Brille ständig beschlagen war. „Quasi von der ersten Minute an musste ständig der Boden gewischt werden“, sagte er kopfschüttelnd. Auch abgesehen davon wurde es eine schweißtreibende Angelegenheit mit vielen Unterbrechungen. „Wir sind nicht in den Rhythmus bekommen.“

Nur noch wenige Paraden der Keeper nach der Anfangsviertelstunde

Immerhin vereitelte der junge Nikaas Thiruvarudsri, der zwischen den Pfosten begann, in der ersten Viertelstunde schon sieben gegnerische Abschlüsse. Das Problem: Anschließend kamen nicht viele weitere Paraden bei den Gästen hinzu. Zur Verteidigung seiner Keeper musste Cece jedoch sagen: „Wir haben auch sehr viele Würfe auf das Tor bekommen, weil wir viel zu viele Zweikämpfe verloren haben.“

Als dann Lowis Englert früh mit der zweiten Zeitstrafe ausfiel, war das auch nicht gerade hilfreich. Mit ihm fehlte in der Defensive die Körpergröße und nach vorne seine Durchschlagskraft gegen die aggressiv verteidigenden Hausherren. „Da mussten wir uns etwas überlegen.“ Marco und sein Bruder Vito Cece brachten den siebten Feldspieler auf die Platte. So konnten Frederik Todt, Marvin Seeger und Dominic Rose den Rückstand bis zur Pause auf 17:19 verkürzen.

„Genau so wollten wir weitermachen“, erläuterten die Coaches. Das sah zunächst vielversprechend aus. Doch dann begingen die BöSis innerhalb von zwei Minuten drei Fehler und kassierten dadurch drei Einschläge ins leere Gehäuse. Die Übungsleiter nahmen eine Auszeit, agierten folglich wieder mit Schlussmann im Kasten. Doch auch die Umstellung auf die 3-2-1-Abwehr fruchtete nicht. Die Hausherren hatten zu oft zu leichtes Spiel und zogen davon. Näher als auf vier Treffer kam die Auswärts-HSG in der Folge nicht mehr heran.

Dennoch war für Marco und Vito Cece nicht alles schlecht. Dominic Rose überzeugte bei seinem Comeback mit neun Treffern, auch Marvin Seeger zeigte sich bei seinen ersten sechs Versuchen wieder treffsicherer. „Im Angriff war das okay“, sagte Marco Cece. „Aber wir haben auch einige Baustellen.“ HSG Böblingen/Sindelfingen: Thiruvarudsri, Maaß; Fangerow (6/davon 3 Siebenmeter), Englert (2), Heinkele (1), Dörner, Seeger (6), Rose (9/1), Todt (4), Ruhmund (2), Neuberger (1), Grosser (1), Bock (1), Negler (1).

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