Auf die Verbandsliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen wartet die nächste große Herausforderung. Nach der ansprechenden Leistung beim 28:33 gegen Tabellenführer TV Oeffingen treten sie bei dessen Verfolger an. Ligakonkurrent SG H2Ku Herrenberg II trifft auf einen Mitaufsteiger.
TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen – HSG Böblingen/Sindelfingen
Marco Cece weiß, dass „nach Oeffingen auf dem Papier für uns gleich der zweite Meisterschaftsanwärter“ wartet. Beide stehen mit einer 6:0-Bilanz vorne, seine HSG (4:4) folgt auf Rang acht. „Underdog sind wir mit Sicherheit, aber verstecken müssen wir uns nicht“, sagt der Coach vor dem Duell am Samstag (18 Uhr) in der Alfdorfer Sporthalle.
Dort tritt die HSG bei einem Team an, das in der abgelaufenen Runde den Aufstieg verpasste – und nun hoch will. In der Vorsaison unterlagen die BöSis auswärts (28:30), schlugen den Favoriten aber daheim (34:25).
Der verstärkte sich noch mit dem Ex-Bundesligaakteur Primoz Prost (42) im Tor. „Das macht die Aufgabe auswärts sicher nicht einfacher“, sagt Cece, meint aber, der Gegner sei „in gewissen Situationen verwundbar“. Die Frage wird aus seiner Sicht sein, wie lange seine Start-Sieben und die ersten Optionen von der Bank mithalten können und wie gut die Torhüterleistung sein wird. Zudem gelte es, TSV-Spielertrainer Aleksa Djokic auf Außen keinen Platz zu geben und den Gegner zu Rückraumwürfen zu drängen.
In der Vorwoche trat die HSG dezimiert und mit dem eingesprungenen Urs Bonhage an. Das Comeback des Linkshänders sei nur für das eine Spiel angedacht gewesen, so Cece. Marvin Seeger, Marian Heinkele und Joshua Ruhmund fehlten nämlich zuletzt krank. Nun könnte das Trio laut dem Coach wieder zum Kader dazustoßen. Michael Fangerow und Sebastian Bock (beide Schulterprobleme) könnten ausfallen. Jonas Grosser fehlt krank.
SG H2Ku Herrenberg II – HSG Rottweil
Die Oberliga-Reserve trifft am Samstag um 17.45 Uhr in der heimischen Markweghalle auf die ebenfalls aufgestiegene HSG. Das Heimteam von Trainer Marcel Kohler und Co-Trainer Maximilian Schöllkopf will die ersten Punkte einfahren. Nach den bisherigen vier Spielen steht die SG II mit 0:8 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz, die Gäste aus Rottweil rangieren mit 6:2 Zählern auf dem dritten Rang.
Die vergangene Trainingswoche mit zwei Einheiten nutzten die Herrenberger intensiv für die Spielvorbereitung. Die Schwerpunkte lagen verstärkt im Abwehrverbund, in den spieltaktischen Konzeptionen sowie im Umschaltspiel nach vorne.
„Wir müssen da hingehen, wo es weh tut. Keiner darf sich zu schade sein, sich komplett in den Dienst der Mannschaft zu stellen“, sagte Schöllkopf nach dem letzten Training am Donnerstag und fügte hinzu: „Wir wollen definitiv eine Reaktion gegen Rottweil zeigen und dem Spiel unseren Stempel aufdrücken.“
Die Mannschaft wird von Beginn an stark gefordert sein. In einer physisch anspruchsvollen Partie muss die volle Konzentration – vor allem im Mittelblock um Miro Mezger und Tom Bühler – hochgehalten werden. Der Kader hat in der vergangenen Runde oft bewiesen, dass er die notwendige Qualität hat. Bis auf Nicolas Rhotert (Erkältung) sind alle Spieler fit.