Gegen die TG Schömberg (in Rot) feierte die HSG Böblingen/Sindelfingen (in Weiß) den vierten Sieg in Folge. Foto: Marco Iker
Die Verbandsliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen wollen aus den verbleibenden drei Spielen das Maximum herausholen. Die SG H2Ku Herrenberg II möchte zumindest nochmal punkten.
Kevin Schuon und Jochen Kurz
17.04.2026 - 18:53 Uhr
Die Handball-Verbandsliga-Saison neigt sich langsam dem Ende zu. Bereits jetzt lässt sich sagen, dass das Fazit der HSG Böblingen/Sindelfingen positiv ausfällt. Dennoch hat sie noch nicht genug. „Wir wollen das Maximale herausholen“, betont Trainer Vito Cece vor der anstehenden Partie bei den TSF Ditzingen am Samstag (20 Uhr).
Die Ziele bei der SG H2Ku Herrenberg II sind deutlich bescheidener. Das sicher abgestiegene Schlusslicht möchte noch ein bisschen mehr holen als den bislang einen, kümmerlichen Sieg. Eine weitere Chance dafür bietet sich am Samstag (19 Uhr) beim TV Spaichingen.
TSF Ditzingen – HSG Böblingen/Sindelfingen
Die Gastgeber haben zuletzt den Klassenerhalt klargemacht, sportlich hat das Duell also nicht mehr die größte Brisanz. „Doch zuletzt ging es gegen diesen Gegner immer heiß her“, erinnert sich HSG-Coach Vito Cece. Was neben der lokalen Nähe auch daran liegt, „dass wir uns immer schwergetan haben gegen sie“. Beispielsweise beim 30:28-Heimerfolg in der Hinrunde.
Damals zogen die BöSis das Ding zum Schluss noch auf ihre Seite. Eine Qualität, die sie inzwischen häufiger gezeigt hat. „Weil wir auch in schwierigen Situationen ruhig bleiben und wissen, dass wir immer in der Lage dazu sind, die Partie zu drehen“, erklärt der Trainer. In Sachen Abgeklärtheit und Ruhe hat sein junges Team eine tolle Entwicklung hingelegt, die sich auch beim 33:31 gegen die TG Schömberg zeigte.
Nun wartet ein ähnlicher Kontrahent. „Wir müssen deren starke Abwehr ins Laufen bekommen“, fordert Cece, in dessen Team Dominic Rose (Leiste), Marian Heinkele (Wade) und Michael Fangerow (krank) allesamt angeschlagen sind. Für Marvin Seeger ist die Saison darüber hinaus wahrscheinlich vorzeitig beendet.
TV Spaichingen – SG H2Ku Herrenberg II
In der Rückrunde hat die SG II bislang keine Punkte geholt – das soll sich ändern. Im Hinspiel gab es zu Hause eine knappe Niederlage mit drei Toren Unterschied gegen den TV. „Da hatten wir sie am Rande einer Niederlage“, erinnert sich Co-Trainer Maxi Schöllkopf. Dieses Mal muss die Zweite des Gäuklubs allerdings mit einem deutlich reduzierten Kader antreten. Marcel Braitmaier, Andreas Kohler, Louis Kälbly und Simon Gogl fallen verletzungsbedingt aus. Der Einsatz von Alexander Kohler ist weiterhin fraglich.
Unter der Woche hat die Truppe, die mit Abstand die meisten Gegentreffer kassiert hat, das Abwehrverhalten im Innenblock aufgegriffen, da auch die dortigen etatmäßigen Kräfte Miro Mezger und Tom Bühler urlaubsbedingt nicht mitmischen können. Über eine physisch präsente und körperliche Defensive wollen die Herrenberger den Spaichingern Paroli bieten, die mit Florian Merkt einen effektiven Rückraumschützen in ihren Reihen haben. Einfache Gegentreffer sollen durch konsequentes Rückzugsverhalten unterbunden werden.
Der komplette Innenblock fehlt: Neben Miro Mezger (am Ball) wird bei der SG H2Ku Herrenberg II auch Tom Bühler (nicht auf dem Foto) fehlen. Foto: Peter Gebhardt
SG H2Ku Herrenberg II will beim TV Spaichingen alles reinhauen
„Wir werden alles daransetzen, um mit hoher Konzentration und Entschlossenheit aufzutreten“, verspricht Schöllkopf. Seine Schützlinge sollen das kämpferische Momentum in die Waagschale werfen und für einen Achtungserfolg sorgen.