Die Verbandsliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg II haben ihre aufsteigende Formkurve erstmals in etwas Zählbares umgemünzt und die SG Freudenstadt/Baiersbronn mit 20:19 besiegt.
Beide Teams kamen schleppend ins Geschehen, die Defensivreihen dominierten die Anfangsphase. Die Hausherren liefen in Halbzeit eins permanent einem kleinen Rückstand hinterher. Der souveräne Auftritt von Keeper Sven Rinderknecht, der am Ende auf 13 Paraden kam, verhinderte Schlimmeres. Die Fans erlebten kein hochkarätiges, dafür ein abwechslungsreiches und spannendes Duell, bei dem die Hausherren mit einem 8:9 in die Kabinen gingen.
Zu Beginn verbucht SG H2Ku Herrenberg II noch einige Fehlwürfe und -pässe
„Wir wollten heute unbedingt gewinnen. Zu Beginn hatten wir aufgrund einiger Fehlwürfe und -pässe erneut Probleme“, analysierte Co-Trainer Maxi Schöllkopf. „Unsere Abwehr stand sehr kompakt, im Angriff mussten wir uns vieles hart erkämpfen.“ Nach Wiederanpfiff ging es gerade so weiter. Beim 12:11 lagen die Einheimischen allerdings erstmals vorn und hatten nun permanent einen minimalen Vorsprung. Überragender Werfer war dabei Lennart Lohrer mit insgesamt neun Treffern.
Nach einer Auszeit des Kontrahenten begann die entscheidende Schlussphase. Zwar erhielt Tom Bühler zwei Minuten, doch prompt erhöhte Patrick Sattler in Unterzahl auf 19:17. Nach einem Time-Out vom Herrenberger Coach Marcel Kohler sowie einer weiteren Zeitstrafe für Simon Gogl aufgrund eines Kopftreffers stellte Freudenstadt/Baiersbronn den Anschluss zum 19:18 her.
Im direkten Gegenangriff stellte Yanick Bross mit dem 20:18 den alten Abstand wieder her. Nun wurde es nochmals hitzig. Nach einem Foul auf Höhe der Mittellinie mit anschließendem kurzem Gerangel erhielt Luca Ehler nach langer Diskussion der Unparteiischen die Rote Karte. Diese Disqualifikation innerhalb der finalen 30 Sekunden hatte regeltechnisch einen zusätzlichen Siebenmeter für den Rivalen zur Folge, der auf 20:19 verkürzte. Doch H2Ku II verteidigte erfolgreich den Ballbesitz und konnte bei der Sirene lautstark jubeln. Mit einem Kraftakt sowie dem nötigen Quäntchen Glück war es geschafft.
„Meine Jungs haben gezeigt, was mit Willenskraft und einer kämpferischen Einstellung möglich ist“, bilanzierte Kohler. „Dafür wurden wir mit dem ersten Sieg belohnt. Das freut mich extrem für meine Mannschaft.“ Er fügte hinzu: „Wir arbeiten Woche für Woche hart. Die hervorragende Stimmung im Team sowie der Mut, sich nicht aufzugeben, haben uns diese Punkte beschert.“ SG H2Ku Herrenberg II: Rinderknecht, Peter; Lohrer (9/davon 2 Siebenmeter), Bross (2), Ehler (1), Sattler (2), Braitmaier (1), Jacobs (2), Kretschmann (1), Kahlich (1), Mezger (1).