Die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen sind wieder voll da. In der Rückrunde der Verbandsliga, Staffel I, zeigen sie das, was die Zuschauer aus der Vorsaison kennen. Nun haben sie sogar Meisterschaftskandidat TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen mit 34:25 geschlagen. Es war bereits der dritte Sieg in der vierten Partie des neuen Jahres. Damit haben sie jetzt schon genauso viele Erfolge wie in der gesamten ersten Halbserie eingefahren. „Es waren erneut zwei Punkte, die nicht unbedingt eingeplant waren“, freuten sich Marco und Vito Cece auf der Trainerbank.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt aktuell ganz klar in der stabilen Defensive. „Da waren wir in der Hinrunde einfach weit davon entfernt“, analysierte Marco Cece. Anders jedoch am Samstag: Da war die Mannschaft von der ersten Minute an voll da, machte es dem Favoriten richtig schwer, ging aggressiv drauf, unterband so den Spielfluss des Gegners. „Wir wollten sie nicht zur Entfaltung kommen lassen. Denn dann wären sie nur ganz schwer aufzuhalten gewesen.“ Das gefiel Gäste-Coach Adrian Pfahl überhaupt nicht. Er nahm beim Stand von 6:4 bereits nach zwölf Minuten die erste Auszeit, stellte sein Team um.
Die BöSis ließen sich davon jedoch nicht beirren. Im Angriff gingen sie aggressiv auf den Mittelblock, brachten die gegnerische Abwehr dadurch immer wieder ins Wanken und stellten sie vor Probleme. Die zweite 2-Minuten-Strafe der Auswärtstruppe war die Initialzündung für einen starken Schlussspurt. Die Hausherren zogen von 10:8 auf 16:12 zur Pause davon.
Doch gleich zu Beginn der zweiten Hälfte zeigte sich, dass es gegen diesen Kontrahenten kein Selbstläufer wird. In der Offensive ließen die Einheimischen einige Angriffe liegen. Nur drei Minuten waren gespielt, da war AlLoWa wieder auf 17:16 dran. Aleksa Djokic hatte gar die Chance, per Siebenmeter zum 18:18 auszugleichen, scheiterte jedoch. Das war der Startschuss für die entscheidende Phase. Die Hausherren liefen – zunächst sogar in Unterzahl – zur Höchstform auf. Der Rivale scheiterte reihenweise entweder an Keeper Kevin Gsell oder hatte ein bisschen Pech mit Pfosten- oder Lattentreffern. Bei der HSG klappte dagegen fast alles. Angetrieben vom starken Michael Fangerow im Zusammenspiel mit Kreisläufer Dominik Möller attackierte sie nimmermüde und zog mit einem 9:0-Lauf auf 31:20 davon. Da hielt es fast keinen der über 400 Zuschauer in der Sommerhofenhalle mehr auf den Sitzen.
Die Grundlage war für die Cece-Brüder jedoch, „dass wir den Gegner erneut bei unter 30 Toren gehalten haben“. Gegen so ein Bollwerk wird es auch für einen Titelanwärter schwer. In den nächsten Wochen geht es darum, an diese Leistungen anzuknüpfen.
HSG Böblingen/Sindelfingen: Maaß, Gsell; Fangerow (11), Staudenmaier (3), Bonhage (3), Heinkele (4), Möller (7), Spitzl, T. Frommer, Grosser (3), Todt (1), Stöffler, Negler, M. Frommer (2).