Im Heimspiel gegen Spitzenreiter TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen verloren die Verbandsliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg II trotz einer erneut sehr ansprechenden Leistung deutlich mit 26:36.
Das Schlusslicht agierte in der ersten Hälfte unbeschwert und erfrischend, der Gast aus dem Remstal routiniert und souverän. Der TSV geriet zu keinem Zeitpunkt wirklich in Gefahr, zu dominant und körperlich überlegen trat er auf.
Dennoch setzten die Einheimischen aus einer konsequenten Abwehr heraus im Angriff sukzessiv kleinere Nadelstiche. Die Fans erlebten ein abwechslungsreiches und dynamisches Duell mit Finesse und Kampfgeist. Über 5:8 und 10:13 ging es mit einem 12:17-Pausenstand der SG in die Kabine.
SG H2Ku Herrenberg II kann nach einer Weile besser Paroli bieten
„Nach den ersten zehn Minuten sind wir deutlich besser reingekommen und konnten Paroli bieten. Wir wussten, dass wir einen schweren Stand haben werden. Umso mehr freut es mich zu sehen, wie die Jungs das mit Engagement und Leidenschaft – auf dem Feld und auf der Bank – angenommen haben“, kommentierte Co-Trainer Maximilian Schöllkopf. Nach Wiederanpfiff spielten beide Teams so weiter, wie sie vor dem Seitenwechsel aufgehört hatten. AlLoWa baute seinen Vorsprung zunächst etwas aus, die Zweite des Gäuklubs kämpfte weiterhin um den Anschluss. Mit zunehmender Dauer zeigte sich der Leistungsunterschied allerdings immer deutlicher. Der Primus kam oft zu einfachen Treffern, die Hausherren mussten deutlich mehr aufwenden.
Mit der sehr offenen 3-2-1-Abwehr des Gegners, gelegentlich auch übergehend in eine 0-6-Formation, kamen sie überhaupt nicht klar. In dieser Phase vergrößerte sich der Abstand abermals, die Sache war entschieden.
Trotz der neunten Niederlage in Serie scheint sich die SG H2Ku II auf einem guten Weg zu befinden, bald die ersten Punkte zu holen. Der Tabellenführer war eben eine Nummer zu groß. „Meine Jungs haben erneut eine sehr solide Vorstellung abgeliefert. Natürlich war das kein Gradmesser für uns, dennoch bestätigt mir die Formkurve, jede Woche in den Einheiten alles zu geben“, bilanzierte Coach Marcel Kohler, der zudem betonte: „Die Stimmung ist nach wie vor hervorragend.“
SG H2Ku Herrenberg II: Rinderknecht, Karasu; Mößler (2), Lohrer (7/davon 2 Siebenmeter), Turek (1), Ehler (2), Sattler (5), Jacobs (3), Bühler (2), Kretschmann (1), Mezger (3).