Handball-Verbandsliga Männer Weil die HSG Böblingen/Sindelfingen nicht trifft, schwimmen die Felle davon

Schulterverletzung: Zu allem Überfluss muss die HSG Böblingen/Sindelfingen jetzt auch um Michael Fangerow bangen. Foto: Marco Iker

Die Verbandsliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen sind beim TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen an ihrer eigenen Abschlussschwäche gescheitert. Zwei Verletzungen wiegen noch schwerer.

Dass der TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen ein dickes Brett sein würde, wussten die Verbandsliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen. „Nach unserer Einschätzung ist AlLoWa neben dem TV Oeffingen eines der beiden Topteams in dieser Klasse“, nickte Trainer Marco Cece. „Wenn man dort was holen möchte, darf man nicht zu viel liegen lassen.“ Genau das taten seine Schützlinge aber bei der 29:36-Auswärtsniederlage.

 

Das größte Manko, so der Coach, war an diesem Abend nämlich die Abschlussschwäche: „An der sind wir gescheitert.“ Von Anfang an liefen seine Mannen einem Rückstand hinterher, der sich jedoch für eine gewisse Zeit in Grenzen hielt. Als dann aber aus einem 4:6 ein 4:11 wurde, schwammen die Felle erstmals etwas davon, ehe Arne Neuberger mit dem 5:11 den offensiven Bann brach.

Letzter Wurf vor der Pause findet ebenfalls nicht den Weg ins Tor

Nach dem 11:18 starteten die BöSis selbst einen kleinen Lauf und verkürzten mit ihrem 5:0-Zwischensprint durch Marian Heinkele (3) sowie Frederik Todt und Marvin Seeger (je 1) auf 16:18. Auch die Abwehr hatte in dieser Phase einen deutlich besseren Zugriff und half bei der Aufholjagd. Zur Pause stand es 16:19. „Schade, dass der letzte Wurf von Tim Negler nicht reingegangen ist, sonst wären wir nur mit zwei Toren hinten gelegen“, haderte Cece.

Zumal seine Schützlinge die zweite Halbzeit in doppelter Überzahl und mit Ballbesitz begannen. „Das war diese kleine Chance, auf die wir gehofft hatten“, meinte der Übungsleiter. „Die hätten wir nutzen müssen, um vielleicht sogar auszugleichen und damit Druck aufzubauen.“ Zwei Versuche führten aber nicht zum gewünschten Erfolg, und als der Kontrahent wieder vollzählig war, erhöhte er prompt mit vier Erfolgserlebnissen in Serie auf 23:16.

„Von diesem Nackenschlag haben wir uns nicht erholt“, räumte Cece ein. Nach einer Dreiviertelstunde sorgten Michael Fangerow und Seeger per Doppelschlag zwar für das 23:27 aus Gästesicht, doch das war schon das höchste der Gefühle. Spätestens mit dem 25:32 zehn Minuten vor dem Abpfiff war der Drops gelutscht. „Die waren einfach abgeklärter und konnten auch die bessere Torhüterleistung vorweisen“, resümierte Cece.

Noch schwerer als die Pleite wiegen allerdings die Verletzungen von Joshua Ruhmund und Fangerow. Bei ersterem sah es in der Schlussphase so aus, als wäre die Kniescheibe herausgesprungen, bei letzterem brach eine Blessur an der Schulter wieder auf. „Wir hoffen, dass sie nicht allzu lange ausfallen“, so Cece, „vor allem, weil jetzt die Gegner auf Augenhöhe kommen.“

HSG Böblingen/Sindelfingen: Maaß, Gsell; Fangerow (3), Seeger (6), Englert (4), Heinkele (6), Spitzl (2), Frommer, Todt (2), Ruhmund, Rose (5/davon 1 Siebenmeter), Neuberger (1), Negler.

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