Handball Verbandsliga Schreckgespenst Sandelmann narrt die TSF Ditzingen
In der Verbandsliga unterliegen die Handballer aus Ditzingen bei der SG Freudenstadt/Baiersbronn mit 24:32 – die harzfreie Halle und der SG-Torjäger machen den TSF den Garaus.
In der Verbandsliga unterliegen die Handballer aus Ditzingen bei der SG Freudenstadt/Baiersbronn mit 24:32 – die harzfreie Halle und der SG-Torjäger machen den TSF den Garaus.
Nach den Niederlagen gegen die Topteams TV Oeffingen und TSV Alfdorf/Lorch/Waldhausen haben die Handballer der TSF Ditzingen bei der Aufgabe bei der SG Freudenstadt/Baiersbronn nicht in die Erfolgsspur zurückgefunden. Die Grün-Weißen unterlagen in der wegen des Harzverbots gefürchteten Halle in Freudenstadt dem Tabellennachbarn mit 24:32 (13:16), der sich bis auf einen Zähler an die TSF heranschob.
„Wir hätten wohl noch eine Stunde spielen können, ohne dass sich Besserung eingestellt hatte“, bedauerte TSF-Trainer Dennis Zwicker, der die Niederlage jedoch nicht allein auf das fehlende Harz schieben wollte.
Zum einen habe die Mannschaft die gesamte Woche mit harzfreien Bällen trainiert. Zum anderen sei dies nur im Angriff ein Unsicherheitsfaktor gewesen. Mehr ins Gewicht gefallen sei hingegen, dass dem Angriffsspiel die Tiefe der vergangenen Partien gefehlt habe, und die Akteure die Würfe nicht mit der letzten Überzeugung genommen hätten. Die Abwehrleistung sei hingegen in Ordnung gewesen, in einigen Situationen sei jedoch der Block zu passiv gewesen oder der Angriff gegen den Wurfarm des Gegners zu spät gekommen.
Nach einer Viertelstunde lagen die Ditzinger, bei denen die etatmäßigen Rechtsaußen Fynn Graykowski und Yannik Siegmund ebenso fehlten wie Malte Bartels und Jonas Heer, bereits mit 4:10 in Rückstand. Besser wurde der Auftritt der Grün-Weißen, als der Coach Yannick Hüther auf der Spielmacherposition für den jungen Quang Tran agieren ließ: Innerhalb von neun Minuten verkürzten die Gäste den Rückstand auf 11:13. „Yannick ist gut in die Tiefe gegangen und hat die 1:1-Situationen gesucht“, lobte Zwicker seinen Mittelmann.
Dennoch gelang es den Ditzingern nicht, in ihrer stärksten Phase das Momentum auf ihre Seite zu ziehen. „Uns sind in entscheidenden Phasen ein paar Fehlpässe zu viel unterlaufen“, monierte der Coach. Seinem Team gelang es zwar, bis zum 23:19 (43.) in Schlagdistanz zu bleiben. Doch dann setzten sich die Gastgeber mit vier Treffern in Folge vorentscheidend auf 27:19 ab – auch weil Hüther zwei seiner vier Strafwürfe nicht verwandelte. „Wir hatten im Angriff oft eine Lösung, haben sie aber nicht mit Überzeugung zu Ende gespielt“, bedauerte Zwicker.
Zum Schreckgespenst der Ditzinger Defensive wurde Freudenstadts Torjäger Patrick Sandelmann, der auf Rechtsaußen und von halbrechts insgesamt zehn Treffer gegen die TSF-Abwehr erzielte. Im Hinspiel waren ihm sogar 13 Tore gelungen. „Das ist einfach ein schneller und cleverer Kerl, der das Handballspiel vollkommen verstanden hat“, zollte Zwicker dem gegnerischen Akteur Respekt. Es sei leider zu selten gelungen, den Block gegen ihn richtig zu stellen.
Auch als der Coach in der Schlussphase mit Hüther und Tran beide Spielmacher im Angriff aufbot, um das spielerische Element zu stärken, änderte das nichts mehr an der deutlichen Niederlage des Tabellenneunten. „Jetzt wird es hinten langsam ungemütlich, gegen Fellbach müssen wir im nächsten Spiel punkten“, forderte Zwicker von seinem Team. Nach der 29:31-Niederlage im Hinspiel gebe es etwas gutzumachen. TSF Ditzingen: Biehl, Duck; Hüther (8/4), Ruoff (7), Steckroth (3), Strkalj (3), Kienle (1), Tran (1), Bohnen (1), Hölzel, L. Heer, Ruffner.