Handball Verbandsliga Schwäche im Abschluss wird den TSF Ditzingen zum Verhängnis

Im Angriff ließen die TSF zu viele Chancen ungenutzt: Yannick Hüther (re.) gegen HSG-Torhüter Moritz Maaß Foto: Marco Iker

In der Verbandsliga unterliegen die TSF in der Schlussphase bei der HSG Böblingen/Sindelfingen mit 28:30 – die Schwächen liegen vor allem in der Offensive.

Die Handballer der TSF Ditzingen haben den Schwung aus dem klaren Sieg gegen den SV Remshalden nicht konservieren können und sind bei der HSG Böblingen/Sindelfingen mit 28:30 (15:15) zum sechsten Mal in dieser Saison als Verlierer vom Feld gegangen.

 

„Zum wiederholten Mal ist uns unsere Abschlussschwäche zum Verhängnis geworden“, lautete die Analyse von TSF-Trainer Dennis Zwicker. Rund 20 Fehlwürfe seien einfach zu viel, das habe auch durch eine sehr starke Abwehrleistung am Ende nicht kompensiert werden können.

Bohnen sieht nach 20 Minuten die Rote Karte

Dabei tat sich in der Defensive ein enormer personeller Engpass auf. Jörg Schwabe steht nach einer Schulterverletzung im Training für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung, Lukas Hölzel fehlte krankheitsbedingt. Und nachdem Nick Bohnen bereits nach 20 Minuten die dritte Zeitstrafe erhalten und damit die Rote Karte gesehen hatte, waren im Innenblock fast durchgängig Malte Bartels und Yannik Ruffner gefordert.

Florian Ruoff war gegen die HSG Sindelfingen/Böblingen mit sieben Toren der erfolgreichste Werfer aus Ditzingen. Foto: Andreas Gorr

Mit den frühen Zeitstrafen gegen Bohnen war Zwicker nicht einverstanden: „Die dritte ging in Ordnung, da hat er einem Gegenspieler in den Wurfarm gegriffen. Aber die ersten beiden gab es wegen Trikotzupfens und ohne Gelbe Karte vorher“, monierte der Ditzinger Trainer. Dennoch hielten die Grün-Weißen die Partie in der ersten Hälfte offen. Mehr als zwei Tore lagen sie nie zurück, zwischenzeitlich führten sie selbst. Zur Pause wäre es nicht nur 15:15 gestanden, hätten die Gäste nicht schon bis dahin zehn bis zwölf Würfe vergeben. Was beim Tabellensechsten für die Ditzinger möglich gewesen wäre, zeigte die Anfangsphase der zweiten Hälfte: Aus einem 15:16-Rückstand machten die TSF bis zur 38. Minute eine 22:18-Führung. „Das war die einzige Phase, in der wir neben der konstant guten Abwehrarbeit auch eine gute Trefferquote hatten“, erläuterte Zwicker.

Nach 47 Minuten hatten die Gastgeber beim 24:24 den Ausgleich geschafft, der auch noch neun Minuten vor der Schlusssirene Bestand hatte (26:26). Dann aber gelang den TSF-Angreifern sechs Minuten lang kein Treffer, während die HSG auf 29:26 davonzog. „Böblingen hat oft 1:1-Situationen gesucht, das war auf Dauer für die Abwehr ermüdend“, stellte Zwicker fest. Vorne scheiterten die Ditzinger häufig am HSG-Schlussmann, näher als 28:29 eine Minute vor Schluss kamen die Gäste nicht mehr heran.

„Im Angriff haben wir nur über die Außenpositionen hochprozentig getroffen“, kommentierte Zwicker seine beiden treffsichersten Akteure Florian Ruoff (7 Treffer) und Finn Graykowski (6). Aus dem Rückraum seien jedoch sowohl nach Durchbrüchen als auch über den Kreis zu viele Chancen liegen gelassen worden.

War bei den verschenkten Torchancen am Verzweifeln: TSF-Trainer Dennis Zwicker Foto: Andreas Gorr

Die HSG Böblingen/Sindelfingen, die ihren vierten Sieg in Folge feierte, sei nicht unschlagbar gewesen. Sie hätten einfach weniger Bälle verworfen. Es habe sich am Ende auch leider nicht ausbezahlt, dass das Team ein starkes Rückzugsverhalten gezeigt und kaum Gegentreffer über die erste und zweite Welle kassiert habe. Zum letzten Spiel des Jahres erwarten die TSF Ditzingen am kommenden Samstag (20 Uhr) die TG Schömberg. TSF Ditzingen: Biehl, Duck (1) – Ruoff (7), Graykowski (6/1), Ruffner (6), J. Heer (3), Hüther (2), Steckroth (1), Bartels (1), Tran (1), L. Heer, Siegmund, Bohnen, Kienle.

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